BSC Acosta ringt mit dem Fluch der letzten Spielminuten
Fußball-Landesligist trennt sich nur 3:3 vom SSV Vorsfelde – Wieder kostet ein später Gegentreffer Punkte
Von Henning Thobaben
"Ein Spiel dauert 90 Minuten." Die Weisheit von Trainerlegende Sepp Herberger müssen die Spieler von Fußball-Landesligist BSC Acosta noch verinnerlichen. Beim 3:3 gegen den SSV Vorsfelde kostete sie ein später Gegentreffer erneut Punkte.
Es war die 84. Minute: Vorsfeldes Jan Ademeit traf den Ball perfekt. Die Kugel schoss rund 30 Meter durch die Luft und zappelte dann im Tornetz des BSC-Gehäuses. Ein Sonntagsschuss, der den Gastgebern eben diesen Sonntag vermieste.
Ein bisschen Glück gehörte bei dem Treffer zum 3:3-Endstand sicher dazu. Doch auf Seiten des BSC Acosta nur von Pech zu sprechen, wäre zu kurz gegriffen. Es war bereits das sechste Mal in bislang acht Saisonpartien, dass die Mannschaft nach der 80. Minute ein Gegentor kassierte. Nicht zum ersten Mal gingen dem Team dadurch wertvolle Zähler durch die Lappen.
"Vielleicht sind wir nicht abgezockt genug, oder es fehlt am Ende die Kraft", rätselte Arne Schmidt über die Ursache. Der Spielmacher hatte mit einem schönen Kopfballtor eine anstrengende Aufholjagd eingeleitet. Auch dank zweier Treffer von Joker Timo Granatowski verwandelte der BSC Acosta schließlich innerhalb von 13 Minuten ein 0:2 in ein 3:2. Vier gelernte Stürmer standen zu diesem Zeitpunkt auf dem Platz.
"Zu offensiv waren wir danach nicht ausgerichtet. Es war ja auch kein herausgespielter Treffer", meinte Schmidt zum Ausgleich.
"Vielleicht hat die Mannschaft schon im Hinterkopf: Jetzt bloß kein Gegentor mehr kassieren", mutmaßt BSC-Coach Eckhard Vofrei und diagnostiziert bei seiner Elf so etwas wie eine "Angst vor dem Gewinnen". Furcht vor der Abstiegszone hat der Trainer jedoch nicht. Schließlich habe es auch einiges Positives gegeben. Dazu gehörte auch die abermals tolle Moral.
Tore: 0:1 (32.), 0:2 (48.), 1:2 Arne Schmidt (59.), 2:2 Timo Granatowski (64.), 3:2 Granatowski (72.), 3:3 (84.).
BSC Acosta: Bussek – Haake, Bockmann, A. Pieper, Wittchow (57. Granatowski) – Puls, Specka (57. Gilbert), Lehmann, Schmidt – Podehl, Buhe (88. Lotze).

