Brisantes Wiedersehen mit Machowski
Braunschweig Die aus dem Vorjahreskader in Braunschweig gebliebenen Phantoms wollen es ihrem Ex-Trainer am Sonntag in Oldenburg zeigen. Besonders Dennis Schröder.
Es geht zum Lieblingsgegner. Zumindest waren das die Oldenburger in den vergangenen drei Jahren, in denen Braunschweigs Basketballer alle wichtigen Spiele gewannen. Doch hieß der Phantoms-Trainer da Sebastian Machowski. Und der hat inzwischen die Seiten gewechselt.
Und so ist es ein ganz besonders prickelndes Wiedersehen am Sonntag. „One-Night-Stand beim Ex“ steht auf dem Plakat, mit dem der Fanklub Supporters charmant um Mitfahrer zum brisanten Niedersachsenduell geworben und den Reisebus schnell vollbekommen hat. So eine Begegnung lässt die Beteiligten eben nie kalt, sorgt für Herzklopfen, weckt alle möglichen Gefühle zwischen Wiedersehensfreude und Revanchegelüste.
„Natürlich ist das ein besonderes Spiel für uns“, betont Nick Schneiders, einer der fünf Phantoms-Profis, die schon unter der Regie Machowskis und seines zum Spitzenteam mitgewechselten Assistenten Philipp Köchling aktiv waren. „Aber das Spiel wird nicht einfacher dadurch, dass wir Sebastians Philosophie ganz gut kennen – er kennt uns ja auch.“
Er habe gehört, dass der Ex-Coach das Spiel auch sehr, sehr ernst nehme, berichtet Robert Kulawick. „Nach dem was vergangene Saison schief gelaufen ist, mit Sebastians Wechsel und der unglücklichen Kommunikation darüber, geht man doppelt so motiviert ran und will noch mehr gewinnen, als man es sowieso immer will“, bekräftigt der Flügelspieler.
Ganz besonders ehrgeizig wird Dennis Schröder auflaufen. Der Jungnationalspieler macht auch keinen Hehl daraus, dass er es Machowski zeigen will. „Was letzte Saison gegen mich und Daniel (Theis) gelaufen ist, war nicht gerecht“, kritisiert der 19-Jährige den Ex-Coach. „Ich werde in Oldenburg versuchen, das positiv umzusetzen“, verspricht der Spielmacher: „Punkte brauche ich nicht unbedingt, aber ich will mit meiner Verteidigung alles geben, damit wir gewinnen.“ Und damit der Ex-Trainer sehe, dass er Schröder unterschätzt habe.
Für Kapitän Nils Mittmann überwiegen nach drei Jahren Play-off-Teilnahme unter dem Duo Machowski/Köchling die positiven Gefühle. „Schön, die beiden wiederzusehen, vor und nach dem Spiel werden wir uns sicher gut unterhalten“, kündigt er an. „Aber in den 40 Minuten dazwischen herrscht Eiszeit.“
So lustig es auch gewesen sei, bei der Videoanalyse der Oldenburger Spielsysteme die alten eigenen wiederzuerkennen – dass diese Kenntnisse über Sieg oder Niederlage entscheiden, glaubt Mittmann nicht. „Für uns wird es die Frage sein, ob wir es schaffen, wieder mit so extrem viel Energie und so konzentriert zu spielen wie gegen Bayreuth. Und das hat viel mehr nur mit uns zu tun als mit dem Gegner.“
•Baskets Oldenburg – Phantoms Braunschweig, Sonntag, 18 Uhr.


