Ferrari nimmt Massa-Strafe in Kauf: Alonso rückt vor

Austin  Ferrari hat bewusst eine Strafe für Felipe Massa riskiert, um Teamkollege Fernando Alonso einen besseren Startplatz beim Formel-1-Rennen in Austin zu ermöglichen.

Fernando Alonso profitiert vom Getriebewechsel seines Stallkollegen.

Foto: Srdjan Suki

Fernando Alonso profitiert vom Getriebewechsel seines Stallkollegen. Foto: Srdjan Suki

Das Team nahm die Rückversetzung des Brasilianer am Sonntag billigend in Kauf, nachdem das Siegel am Getriebe des Massa-Ferraris gebrochen worden war. Es handle sich um strategische Überlegungen, teilte Ferrari unumwunden mit: «Mit dem Ziel, das beste aus Alonsos Start rauszuholen, um weiter im Rennen um die Fahrerweltmeisterschaft zu bleiben.»

Sebastian Vettels Titelrivale rückt beim Großen Preis der USA durch die taktische Maßnahme einen weiteren Startplatz vor. Alonso wird von Rang sieben den 19. WM-Lauf in Angriff nehmen. Massa, der fünf Plätze zurückgestuft wurde, fiel hingegen aus den Top Ten raus und startet von Position elf. Wichtig bei Alonso: Er steht auf der sauberen Seite der Strecke. «Das geht uns nichts an. Was Ferrari macht, ist deren Sache», kommentierte Red-Bull-Teamchef Christian Horner die Aktion, die dennoch für viel Gesprächsstoff sorgen dürfte.

Sollte Vettel gewinnen, müsste der Ferrari-Star mindestens Vierter werden, um noch eine minimale Titelchance zu wahren. Der WM-Zweite war in der Qualifikation nur Neunter geworden und dabei erst zum zweiten Mal in dieser Saison hinter Massa gelandet. Wegen eines Getriebewechsels am Lotus von Romain Grosjean war Alonso bereits am Samstag um einen Platz aufgerückt.

Auch der Deutsche Nico Hülkenberg profitiert von der Strafe für Massa. Der Force-India-Fahrer darf als Sechster direkt neben Rekordweltmeister Michael Schumacher losfahren. (dpa)

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