Phantoms wollen in Quakenbrück nachlegen

Braunschweig  Nach zuletzt vier Siegen aus fünf Spielen fahren Braunschweigs Basketballer am Donnerstag selbstbewusst zum Niedersachsen-Duell.

Dreh- und Angelpunkt im Braunschweiger Spiel: Dennis Schröder.

Foto: Frank Rieseberg

Dreh- und Angelpunkt im Braunschweiger Spiel: Dennis Schröder. Foto: Frank Rieseberg

Nein, sagt Phantoms-Profi Nils Mittmann und lacht, auf den vorzüglichen Gänsebraten seiner Mutter habe er Weihnachten keineswegs verzichtet. Dass es sich dabei möglicherweise nicht um das ideale Essen für Leistungssportler handelte, ist dem 33-Jährigen durchaus bewusst. „Aber auch wir müssen es uns ja mal gut gehen lassen“, sagt Braunschweigs Kapitän. Zumal die Kalorien ja irgendwo herkommen müssten – ausnahmsweise eben auch mal aus einem Braten.

Mittmanns Vorteil: Im Gegensatz zu Otto-Normalesser musste er keine Angst haben, über die Feiertage Gewicht zuzulegen, dafür sorgte das Trainingsprogramm von Coach Kostas Flevarakis. Heiligabend bat der Grieche seine Schützlinge von 10.30 bis 14 Uhr zum Training; und auch an den beiden Feiertagen stand jeweils eine zweistündige Einheit auf dem Programm, Weihnachten hin oder her. Schließlich galt es, sich auf das Auswärtsspiel in Quakenbrück vorzubereiten (Donnerstag, 19.30 Uhr).

Immerhin, berichtet Mittmann, habe man in den vergangenen Tagen mit einem guten Gefühl zum Training gehen können. „Der Sieg gegen Ludwigsburg war in dieser Hinsicht ein Geschenk an uns selbst“, sagt der Kapitän mit Blick auf die Partie am vergangenen Samstag, die die Phantoms aufgrund einer starken zweiten Halbzeit mit 77:75 für sich entschieden. „Das waren ganz wichtige Punkte“, betont Sportdirektor Oliver Braun, wohl wissend, dass sein Team im Falle einer Niederlage tief in den Tabellenkeller gerutscht wäre – und dort wohl auch längere Zeit geblieben wäre.

Schließlich stehen den Braunschweigern nun drei ganz schwere Spiele ins Haus: Donnerstag geht es nach Quakenbrück, Sonntag kommt Meister Bamberg, Anfang Januar ist man in Berlin zu Gast. Auf dem Papier sind die Phantoms in allen drei Begegnungen klarer Außenseiter. Was in dieser Spielzeit laut Sportdirektor Braun jedoch nicht viel heißen muss. Der 39-Jährige verweist auf die beiden Auswärtssiege in München und Würzburg.

„Oft ist es besser, wenn man als Underdog in die Spiele geht“, hat auch Nils Mittmann festgestellt. Der Druck des Gewinnen-Müssens habe beispielsweise gegen Ludwigsburg dazu geführt, dass man „zu Beginn ein wenig verkrampft“ zu Werke gegangen sei.

Eine ähnlich schwache erste Halbzeit dürfen sich die Braunschweiger am Donnerstag in Quakenbrück allerdings nicht leisten. „Sie haben einen wirklich guten Kader mit vielen Optionen“, lobt Trainer Kostas Flevarakis den Kontrahenten, der sich bisher jedoch unter Wert verkauft hat. So verlor das Team um den ehemaligen Braunschweiger Demond Mallet drei seiner letzten vier Spiele.

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