Phantoms holen kanadischen Nationalspieler

Braunschweig  Die Braunschweiger Basketballer haben Verstärkung bekommen: Jermaine Anderson hat am Montag einen Vertrag bis zum Ende der Bundesliga-Saison erhalten.

Jermaine Anderson freut sich auf seine Zeit in Braunschweig.

Jermaine Anderson freut sich auf seine Zeit in Braunschweig.

Er kennt die Basketball-Bundesliga und Braunschweigs Cheftrainer Kostas Flevarakis, er hat reichlich Erfahrung in europäischen Wettbewerben und spielt für die kanadische Nationalmannschaft: Die Argumente für eine Verpflichtung liegen auf der Hand. Die Phantoms freuen sich, dass sie seit gestern Jermaine Anderson in ihren Reihen haben. Der 1,88 Meter große und 29 Jahre alte Aufbauspieler wechselt von Europacup-Teilnehmer Cibona Zagreb an die Oker.

„Die Tatsache, dass wir Jermaine bereits kennen, ist natürlich sehr hilfreich. Wir wissen, dass er ein sehr professioneller Spieler ist, der vom Typ her sehr gut in unser Team, aber auch in unsere Philosophie und Spielausrichtung passen wird. Wir haben zudem jemanden mit Erfahrung gesucht, der uns im Aufbau Entlastung gibt und dieses Kriterium erfüllt er“, sagt Flevarakis über den Neuzugang.

„Ich habe nicht nur schon unter dem Chefcoach gespielt, sondern kenne auch Harding Nana aus meiner Zeit in Polen“, sagte Anderson am Montag nach dem ersten Training mit seiner neuen Mannschaft. „Das macht mir den Start leichter.“

Sein Ziel für die kommenden Monate hat der 29-Jährige klar vor Augen: „Ich will ein Führungsspieler werden und mit meiner Erfahrung den jüngeren Spielern helfen.“ Etwa Dennis Schröder, dem Super-Talent der Braunschweiger, hinter dem gar schon die NBA-Scouts her sind. „Ich habe schon viel von ihm gehört.“

Die Bundesliga ist für Anderson kein Neuland. Nach einem Kurz-Gastspiel in Bamberg entschied er sich später für ein Engagement in Tübingen, wo er zwei Jahre blieb. 13,9 Punkte und 2,6 Assists in der ersten und 12,8 Punkte und 3,9 Assists in der zweiten Saison stehen für den Kanadier in der Bundesliga-Statistik.

„Die enthusiastischen Fans sind mir immer gut in Erinnerung geblieben“, sagt Anderson. „Die Liga ist aber noch härter und besser geworden“, ist sich der Guard sicher, der sich auf dem Laufenden gehalten hat.

Anderson zog es nach seiner Zeit in Tübingen in die große, weite Basketball-Welt, er hatte sich durch seine Leistungen ins Gespräch gebracht. Kroatien, Russland, Griechenland und Montenegro lauteten die nächsten Stationen des Profis. Zuletzt stand er bei Cibona Zagreb unter Vertrag.

Und warum jetzt Braunschweig? „Die Bundesliga ist eine sichere Liga“, sagt Anderson, das Gehalt kommt prompt und in vereinbarter Höhe. Das war in Zagreb zuletzt wohl nicht mehr der Fall. Zudem hatte der Klub gerade einen weiteren Aufbauspieler verpflichtet und ihm vor die Nase gesetzt.

Dass er jetzt statt Europapokal-Atmosphäre nur den Liga-Betrieb erlebt, stört ihn nicht, wie er sagt. „Das ist für mich kein Rückschritt, das ist für mich eine neue Chance.“

Und die will er konzentriert und mit vollem Einsatz nutzen. Am liebsten schon Sonntag in Bremerhaven, wo die Phantoms ab 16 Uhr gastieren. „Ich werde alles geben, um der Mannschaft zu helfen.“ Die Freigabe aus Zagreb liegt vor, der erste medizinische Check ist abgehakt und auf die Spielfreigabe durch die Liga hoffen die Braunschweiger rechtzeitig bis Sonntag.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
Leserkommentare (18)
    Weitere Artikel aus diesem Ressort