„Wir werden die Play-off-Teilnahme festzurren“

Braunschweig  Braunschweigs Basketballer geben sich vor dem Heim-Endspiel am Mittwoch gegen Bonn sehr zuversichtlich. Ein Sieg bringt sie in die Meisterrunde

In den großen Duellen mit den Ligastars, wie hier Ulms John Bryant (rechts), trumpfte Phantoms-Center Kyle Visser diese Saison meist groß auf. Er freut sich schon auf Bonns kantiges Urgestein Chris Ensminger.

Foto: Frank Rieseberg

In den großen Duellen mit den Ligastars, wie hier Ulms John Bryant (rechts), trumpfte Phantoms-Center Kyle Visser diese Saison meist groß auf. Er freut sich schon auf Bonns kantiges Urgestein Chris Ensminger. Foto: Frank Rieseberg

Dass es am Mittwoch der letzte Auftritt der Saison in der VW-Halle sein könnte, daran verschwenden Sebastian Machowski und seine Basketballer keinen Gedanken. „Ich gehe fest davon aus, dass wir gewinnen und die Play-off-Teilnahme festzurren“, sagt der Trainer ungewohnt kämpferisch.

Die Nachholpartie gegen die punktgleichen Baskets Bonn ist das Endspiel für die Braunschweiger: Ein Sieg bringt sie an ihr Ziel, in die Meisterrunde – verlieren sie, dürfte die Saison mit dem Gastspiel in Berlin am Samstag wohl zu Ende gehen.

Doch nach sieben Siegen bei zwei Niederlagen vor eigenem Publikum im neuen Jahr treten die Phantoms zuversichtlich an. „Wir sind bereit und stecken voller Selbstvertrauen“, betont Center Kyle Visser, der am Sonntag beim klaren Triumph gegen Oldenburg herausragte.

Das jüngste Aufeinandertreffen mit Bonn, die 64:77-Niederlage im Pokal-Halbfinale Ende März, hatte er wegen einer kurzfristigen Virusinfektion genauso wie Spielmacher Igor Milosevic und Flügel Robert Kulawick vom Hotelzimmer aus im Fernsehen verfolgt. „Das war ein komisches Gefühl, vor Ort zu sein, aber überhaupt keine Einflussmöglichkeit zu haben“, beschreibt er. „Und wir drei haben der Mannschaft einfach gefehlt.“

Diesmal muss Kulawick wegen seines Bänderanrisses zuschauen. „Aber mit Kyle unter dem Korb und Igor im Aufbau wird das schon ein ganz anderes Spiel“, betont Machowski. „Und wir haben mit Bonn ja noch eine Rechnung offen.“

Es gilt vor allem, den Wirkungsradius von Baskets- Spielmacher Jared Jordan einzuengen, der mit 8,3 Assists im Schnitt der mit Abstand beste Vorlagengeber der Liga ist. „Er ist derjenige, der für Bonn den Cocktail mixt, er kontrolliert deren Angriffsspiel, er braucht den Ball und sein Team braucht ihn“, analysiert Visser. Da etwas Sand ins Getriebe zu streuen, ist den Braunschweigern im 80:76 gewonnenen Hinspiel wie im Pokalmatch recht gut gelungen.

Um die zweite Schlüsselfigur beim Gegner muss sich Visser unter den Körben selbst kümmern: Liga-Urgestein Chris Ensminger, berüchtigt für seine kantigen Ellenbogen. „Er überrascht die ganze Liga“, lobt der Braunschweiger seinen Kontrahenten vor dem Duell, auf das er sich besonders freue: „Du denkst, Chris muss doch mal langsam langsamer werden mit 38 Jahren – stattdessen wird er jedes Jahr besser und ist Topscorer seines Teams.“

Bonn werde besseren Teambasketball spielen als Oldenburg, betont der Center, dass die Phantoms unbedingt besser verteidigen müssen als beim 99:85 am Sonntag. Dies fordert Machowski natürlich ebenfalls, weiß aber auch um die Stärke der eigenen Offensive: „Wenn wir da wieder unseren Rhythmus so gut finden wie gegen Oldenburg, muss der Gegner erstmal uns stoppen.“

•Phantoms Braunschweig – Baskets Bonn, Mittwoch, 19.30 Uhr, VW-Halle

•Anschließend auf den Groß-Leinwänden der VW-Halle: Fußball-Champions League: Madrid – München.

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