Erst die Phantoms anfeuern, dann die Bayern gucken

Braunschweig  Braunschweigs Basketballer zeigen am Mittwoch gleich nach ihrem Play-off-Endspiel gegen Bonn das Champions-League-Halbfinale in der VW-Halle

Robert Kulawick musste das Oldenburg-Spiel mit vereistem Sprunggelenk von der Bank aus betrachten. Für Mittwoch fällt er aus.

Foto: Peter Sierigk

Robert Kulawick musste das Oldenburg-Spiel mit vereistem Sprunggelenk von der Bank aus betrachten. Für Mittwoch fällt er aus. Foto: Peter Sierigk

„Wir würden ja gerne zum Basketball kommen – aber Bayerns Halbfinale gegen Real in der Champions-League...“ Weil sie den Satz so oder ähnlich in den vergangenen Tagen so oft gehört haben, haben die Phantoms-Verantwortlichen gehandelt. Unmittelbar nach ihrem zweiten Endspiel um den Play-off-Einzug am Mittwoch gegen die punktgleichen Baskets Bonn werden die Braunschweiger das Fußball-Spektakel auf dem Videowürfel und den großen Leinwänden in der VW-Halle zeigen.

„Unser Spieltermin zum zweiten Mal mittwochs parallel zu den Bayern ist wirklich unglücklich“, bedauert Sportdirektor Oliver Braun. Aber die Phantoms hätten keine andere Wahl bei der Terminierung dieser Nachholpartie gehabt. „Nun haben wir eine Möglichkeit für die Fans geschaffen, die gezweifelt haben“, freut er sich. „Jetzt kann man zum Basketball kommen und trotzdem noch mindestens die zweite Hälfte beim Fußball gucken.“

Ob sich die Phantoms-Profis dann auch zum entspannten Fernsehabend dazugesellen, wird vom ihrem Ergebnis abhängen.

Ein Sieg gegen Bonn, und sie haben unabhängig vom Ausgang der Begegnungen am letzten Spieltag nächsten Sonnabend die Play-offs sicher. Und durch den Sieg der Tübinger in Frankfurt ist sogar noch Platz sieben möglich, auf dem das Team im Viertelfinale den unschlagbar erscheinenden Bambergern aus dem Weg gehen würde. Dazu müssten die Bonner dann am Samstag ihr Heimspiel gegen Frankfurt gewinnen oder aber die Phantoms in Berlin.

Verliert das Team hingegen das Heimspiel gegen Bonn, könnte selbst ein Sieg in Berlin zu wenig sein für die Play-offs. „Die Bonn-Partie ist für uns das wichtigste Spiel der Saison“, verdeutlicht der beim Sieg gegen Oldenburg einmal mehr herausragende Phantoms-Center Kyle Visser, dass die Mannschaft verstanden hat, worum es geht.

Umso trauriger ist Robert Kulawick, dass er morgen zuschauen muss. Beim Autogrammschreiben nach dem Oldenburg-Spiel war er noch optimistisch gewesen. „Es ist nicht so schlimm, ich glaube, ich kann Mittwoch wieder spielen“, sagte der 26-Jährige mit Blick auf sein linkes Sprunggelenk, mit dem er bei einer Verteidigungsaktion umgeknickt war. Doch die Untersuchung von Mannschaftsarzt Dr. Gunter Wilhelm gestern im HEH Klinikum ergab doch eine Zwangspause für „Kulle“. Ein Teilanriss des Innen- und Außenbandes setzt ihn für einige Tage außer Gefecht.

•Phantoms Braunschweig – Baskets Bonn, Mittwoch, 19.30 Uhr, VW-Halle

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