Phantoms suspendieren Schröder

Braunschweig  Vor dem wichtigen Heimspiel gegen Ludwigsburg hat Trainer Sebastian Machowski den Youngster aus dem Kader gestrichen.

Dennis Schröder stand in dieser Saison bislang durchschnittlich neun Minuten pro Partie auf dem Parkett.

Foto: Frank Rieseberg

Dennis Schröder stand in dieser Saison bislang durchschnittlich neun Minuten pro Partie auf dem Parkett. Foto: Frank Rieseberg

Braunschweigs Bundesliga-Basketballer kommen einfach nicht zur Ruhe: Nach den Diskussionen, die der angekündigte Abgang von Trainer Sebastian Machowski entfacht hat, sorgt nun die Suspendierung von Dennis Schröder für Gesprächsstoff. Der 18 Jahre alte Jugend-Nationalspieler ist am Freitag von Machowski aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader für das Heimspiel gegen Ludwigsburg am Samstagaben (19.30 Uhr, VW-Halle) gestrichen worden. „Es ist wichtig, dass der Junge mal einen Schuss vor den Bug bekommt“, sagt der Phantoms-Coach, der sich die Entscheidung, die in Absprache mit Sportdirektor Oliver Braun getroffen wurde, nicht leicht gemacht hat. Schließlich hätte Schröder „uns in dieser wichtigen Partie sicher helfen können“.

Der Aufbauspieler, der europaweit zu den talentiertesten seiner Altersklasse zählt, habe sich in den vergangenen Monaten jedoch unzählige Verfehlungen geleistet, berichtet Machowski, wütend und enttäuscht zugleich. „Das ging schon in der Vorbereitung los und hat sich wie ein roter Faden durch die Saison gezogen.“ Das Fass zum Überlaufen brachte Schröder offenbar am Freitagvormittag, als er das für 11 Uhr angesetzte Krafttraining verschlief.

Zudem habe sich der Jung-Profi nach Aussage von Machowski zuletzt „mehrfach despektierlich“ gegenüber Phantoms-Athletiktrainerin Ellen von Borstel verhalten. Das konnten und wollten die Phantoms-Verantwortlichen nun nicht länger dulden. Er hoffe, sagt Coach Machowski, „dass Dennis es schafft, seine Persönlichkeit in Einklang mit seinem Potenzial zu bringen“.

Der Zeitpunkt für Schröders Suspendierung (und die dadurch entstehende Unruhe) könnte ungünstiger kaum sein. Schließlich beginnen für die Phantoms heute gegen Ludwigsburg, dem ersten von drei Heimspielen in Serie, die Wochen der Wahrheit im Kampf um die Play-off-Tickets. Fünf Mannschaften – neben den Braunschweigern sind das Bonn, Oldenburg, Bremerhaven und Frankfurt – rangeln um die zwei letzten Plätze in der Meisterschaftsrunde.

„Jetzt ist jedes Spiel für sich ein kleines Finale“, weiß Trainer Machowski, dessen Team vier, wenn nicht sogar fünf Siege aus den verbleibenden sieben Begegnungen benötigt, um sich zum dritten Mal in Folge für die Play-offs zu qualifizieren.

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