Pokalspiele abhaken und schnell gesund werden

Bonn  Nach dem 64:77 im Halbfinale gegen Bonn verloren die grippegeschwächten Phantoms-Basketballer auch das Spiel um Platz drei gegen Ulm mit 68:85 klar.

Im Spiel um Platz drei setzt sich hier Ulms Tommy Mason-Griffin (rechts) gegen Braunschweigs Nils Mittmann (links) und Rich Melzer durch.

Foto: dpa

Im Spiel um Platz drei setzt sich hier Ulms Tommy Mason-Griffin (rechts) gegen Braunschweigs Nils Mittmann (links) und Rich Melzer durch. Foto: dpa

Statt mit Pokal-Meriten Selbstvertrauen zu tanken, mussten sich Braunschweigs Basketballer gestern als Gebeutelte auf den Heimweg aus Bonn machen – zwei weitere klare, enttäuschende Niederlagen im Gepäck. Von der Klasse der Bamberger, die sich Titel Nummer drei in Folge holten, oder der Ulmer, die dem Seriensieger im Halbfinale ein packendes Verlängerungsmatch geboten hatten, sind sie momentan meilenweit entfernt.

„Uns haben in den letzten zwei Wochen viele Widrigkeiten ereilt, aber das ist jetzt vorbei“, resümierte Phantoms-Kapitän Nils Mittmann. „Das Wichtigste ist, dass wir dieses Wochenende ganz schnell abhaken, uns ein bisschen sammeln und nach vorne gucken.“

Drei seiner Teamkollegen hatten sich schon am Vormittag im Auto auf den Heimweg begeben, als sich der Rest des Teams gerade auf die ungeliebte Partie um Platz drei vorbereitete. Wegen Ansteckungsgefahr sollten sie von der Mannschaft ferngehalten werden. Als heftiger Brechdurchfall den unersetzbaren Center Kyle Visser sowie Igor Milosevic und Robert Kulawick am Freitagabend niedergestreckt hatte, war das Schicksal der Phantoms beim Pokalturnier praktisch schon besiegelt.

Denn es zeigte sich, dass zwei weitere Schlüsselakteure ebenfalls nicht auf der Höhe waren. LaMarr Greer und Immanuel McElroy sind derzeit körperlich am Boden und weit von ihrer Bestform entfernt.

Wie schon am Vortag im Halbfinale gegen Bonn fehlte dem Team beim 68:85 (45:38) gegen Ulm nach guter erster Hälfte die Substanz, um für einen Sieg in Frage zu kommen. „Anscheinend gehen wir physisch wie psychisch gerade durch ein Tal“, analysierte Mittmann. „Wenn man im Kopf nicht frisch ist, sind auch die Beine nicht frisch.“

Nach einem 16:0-Start mit zehn Zählern des herausragenden Michael Umeh und immerhin noch einer 45:34-Führung in der 19. Minute, ging es mit den Phantoms steil bergab. Mit 21:51 verloren sie die nächste Phase, in der die Ulmer auf 19 Punkte Vorsprung davonzogen.

Im Angriff gelang überhaupt nichts mehr. Im Schlussviertel fand lediglich einer von 13 Würfen sein Ziel, was nicht an einer sonderlich starken Verteidigung des Gegners lag. Gegen Ulms Zone spielten die Phantoms durchaus freie Dreier heraus.

„Aber unser Angriffsrhythmus ist völlig verloren gegangen“, klagte Trainer Sebastian Machowski und verwies auf die „Krätze“, die das Team nun mit den Verletzungen und Krankheiten schon seit zwei Monaten plage. Er wolle den Spielern nun ein, zwei Tage Pause geben, damit sich alle regenerieren könnten. „Dann gilt alle Konzentration dem zweiten Titel, um den wir ja auch noch mitspielen wollen.“

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