Hauchdünn am Satzgewinn vorbei

In der 2. Volleyball-Bundesliga ist der USC gestern knapp an der Sensation vorbeigeschrammt. Das Team verlor zwar erwartet deutlich mit 0:3 (13:25, 18:25, 23:25) gegen den Bundesliga-Absteiger Titans Bergisches Land, hätte in der Tunica-Halle vor 200 Zuschauern aber beinahe einen Satz gewonnen.

"Das waren locker zwei Klassen Unterschied", sagte USC-Trainer René Zornow anerkennend. Die vom mehrmaligen Nationalspieler Georg Groszer trainierten Titans haben den Aufstieg fest eingeplant und auch das nötige Geld dafür. Gegen den Profikader, deren Kapitän Peter Lyck-Hansen dänischer Nationalspieler ist, waren die Braunschweiger die ersten beide Sätze chancenlos. "Der erste Satz war auch sehr gut von uns, der zweite war in Ordnung und der dritte, naja wir haben gewonnen", sagte Groszer.

Fast hätten die Hausherren ihr gestecktes Ziel im dritten Durchgang erfüllt und den Titans in ihrem elften Saisonspiel den zehnten Satz abgenommen. "Da war die Halle richtig laut, und das hat uns bei einigen Punkten geholfen", sagte USC-Kapitän Johannes Gottschall. Das Risikospiel der Braunschweiger und die Anfeuerungen der Fans wurden aber nicht belohnt, weil sich im entscheidenden Moment die vielen Fehler wieder bemerkbar machten.

"Davon haben wir heute eindeutig zu viele gemacht. Natürlich hat keiner erwartet, dass wir gewinnen, aber wir haben in den ersten beiden Sätzen auch nicht das gezeigt, was wir können", ärgerte sich Zornow etwas. Man habe es den Gästen viel zu einfach gemacht.

"Wir wollten sie in der Feldabwehr arbeiten lassen, stattdessen haben wir zu oft über ihren Block angegriffen", sagte der Trainer. Man wollte zwar auf die Chance zum Satzgewinn lauern und sie packen, wie Zornow sagte. Aber am Ende fiel die doch erwartet klein aus und die Braunschweiger griffen knapp daneben.

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