Phantoms sichern Platz in Pokalrunde mit souveränem Sieg

Endlich wieder mal überzeugend: Phantoms-Spielmacher Stephen Dennis (links, gegen Brandon Hunter) spielte gegen Bayreuth seine Schnelligkeit und Athletik aus.

Foto: Rudolf Flentje

Endlich wieder mal überzeugend: Phantoms-Spielmacher Stephen Dennis (links, gegen Brandon Hunter) spielte gegen Bayreuth seine Schnelligkeit und Athletik aus. Foto: Rudolf Flentje

Mit dem vierten Heimsieg haben Braunschweigs Basketballer ihr erstes Saisonziel erreicht

Die Phantoms-Korbäger haben am Samstag ihr letztes Spiel der Bundesliga-Hinrunde gewonnen und sich somit aus eigener Kraft für den Pokal-Wettbewerb qualifiziert – unabhängig davon wie die Konkurrenz am Sonntag spielt. Außerdem bedeutete der souveräne 77:62 (36:27)-Erfolg gegen Bayreuth zwei weitere Punkte für den Kampf um die Play-offs. Die Braunschweiger können nun von Platz fünf aus nächsten Samstag gegen Trier zuversichtlich in die Rückrunde starten. "Das ist eine tolle Zwischenbilanz", meinte Trainer Sebastian Machowski. "Der fünfte Platz macht mich stolz, und ich hoffe, dass wir unsere weiße Weste in diesem Jahr noch eine Weile behalten können."

Die mehr als 3700 Fans in der VW-Halle waren erleichtert und beeindruckt zugleich, wie souverän ihre Mannschaft mit dem Ausfall ihres besten Punktesammlers und Rebounders Rich Melzer umging. Wie von Machowski erhofft, rückte das Team auf dem Feld noch weiter zusammen. In der Verteidigung gelang das sogar im wahrsten Sinne des Wortes, was die Gäste vor unlösbare Aufgaben stellte. Die Phantoms-Defensive, die konstant und konzentriert mit Höchstintensität zu Werke ging, zwang den Gegner zu 18 Ballverlusten. Und das führte zu zahlreichen umjubelten Schnellangriffen mit teilweise spektakulären Ballstaffetten. 20 Vorlagen und fünf zweistellige Punkteausbeuten untermauern, wie geschlossen die Mannschaft agierte. Selbst Sorgenkind Stephen Dennis war nach langer Durststrecke mal wieder involviert und glänzte als zweitbester Punktesammler hinter dem herausragenden Kyle Visser und bester Rebounder des Teams.

Ab der siebten Minute gingen die Braunschweiger in Führung und gaben sie nie mehr ab. Immer wenn sich die Gäste mal aus einem höheren Rückstand mit zwei, drei Treffern in Folge wieder herangearbeitet hatten, nahm Machowski eine Auszeit. Und sofort kamen seine Schützlinge mit neuen Impulsen und Korberfolgen aus der jeweiligen Verschnaufpause.

Nach den jüngsten Zitterpartien mit knappen Niederlagen und einer Menge Nervenflattern vor eigener Kulisse, gelang diesmal ein ganz souveräner und in der Schlussphase entspannter Sieg. Gefühlt waren die Braunschweiger nie in Gefahr, das Spiel zu verlieren. Auch wenn Bayreuth nach den 28:11 (13.) und 48:33 (24.)-Zwischenständen vor dem Schlussviertel beim 59:51 noch in Reichweite lag. Mit einer 9:0-Serie schufen Robert Kulawick, Immanuel McElroy und Nick Schneiders im entscheidenden Abschnitt schnell klare Verhältnisse.

"Die Mannschaft hat unsere taktische Marschroute heute sehr gut umgesetzt und gegen die starken Distanzwerfer Bayreuths hervorragend verteidigt", resümierte Machowski. Einstellung und Intensität hätten in diesem Schlüsselspiel über die vollen 40 Minuten gestimmt. "Ich bin sehr zufrieden."

Phantoms: Visser 15 Punkte (5 Vorlagen), Dennis 14 (5 Rebounds), Greer 12, Umeh 11, McElroy 10, Kulawick 5, Jorovic 4, Mittmann 2, Schneiders 2, Schröder 2.

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