Phantoms kommen in Tübingen unter die Räder

Von Christian Schiebold

Autsch, das tat weh! Die Phantoms Braunschweigs haben am Samstagabend eine ganz bittere Pleite kassiert: Beim Tabellenvorletzten Tigers Tübingen wurden die Erstliga-Basketballer mit 94:63 (48:26) entzaubert. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Machowski konnte dabei zu keiner Sekunde an die begeisternde Leistung vom Erfolg gegen Würzburg acht Tage zuvor anknüpfen.

Während die Gastgeber ihren ersten Heimsieg nach Spielende ausgelassen bejubelten, schlichen die Phantoms wie geprügelte Hunde in die Kabine. Man muss kein Hellseher sein, um zu behaupten, dass es auf der fast sechs Stunden langen Heimfahrt gen Niedersachsen mehr als schweigsam zugegangen sein dürfte. Mit nunmehr 10:10 Punkten sind die Braunschweiger in der Tabelle auf den zehnten Platz abgerutscht.

"Tübingen hat den Sieg ganz offensichtlich mehr gewollt als wir", analysierte Coach Machowski, der kurz nach Spielende einräumen musste, "keine Erklärung" für die phasenweise desaströse Darbietung seiner Schützlinge zu haben. "Auf jede gute Aktion haben wir zwei schlechte folgen lassen."

Die Gäste, bei denen Rich Melzer mit 17 Punkten zum Topscorer avancierte, gerieten schon früh ins Hintertreffen. Beim Stand von 5:14 (5.) sah sich Machowski bereits veranlasst, die erste Auszeit zu nehmen. Am Spielverlauf änderte sich jedoch wenig. Am Ende des ersten Viertels betrug der Rückstand bereits zwölf Punkte, Mitte des zweiten Spielabschnitts sogar schon 20 Punkte. Während die Phantoms reihenweise daneben warfen, spielte sich Tübingen in einen wahren Rausch. Bezeichnend, dass Ruben Spoden mit der Halbzeitsirene einen Dreier zum 48:26 versenkte.

An den Kräfteverhältnissen änderte sich auch in der zweiten Hälfte nichts. Die Phantoms präsentierten sich zu schwach, um den Tabellenvorletzten noch einmal in Gefahr zu bringen. "Das war heute nicht unser wahres Gesicht", schimpfte Kapitän Nils Mittmann.

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