BTHC muss auf Lehnert verzichten

Braunschweigs beste Tennisspielerin Katharina Lehnert tritt nun für Etuf Essen an.Archivfoto 

Braunschweigs beste Tennisspielerin Katharina Lehnert tritt nun für Etuf Essen an.Archivfoto 

Nicht nur Jana Nabel sorgt derzeit bei den deutschen Tennis-Meisterschaften der Frauen für Furore. Neben der BTHC-Athletin, die gestern sensationell ins Halbfinale einzog, ist auch Katharina Lehnert aktiv. Doch Braunschweigs Beste hat den Verein gewechselt.

Bundesligist Etuf Essen hat sich die Dienste der 17-jährigen Profispielerin gesichert, die in diesem Jahr einen Sprung unter die besten 700 der Frauen-Weltrangliste geschafft hatte.

"Da hat natürlich das Geld eine Rolle gespielt", sagt BTHC-Abteilungsleiter Martin Nabel ohne Groll. Es sei eben so, dass man als kleiner Amateurverein an seine Grenzen stoße, wenn eine Spielerin auf der WTA-Tour Karriere machen will und kann.

Geplatzt ist auch der Traum der Braunschweigerinnen, künftig in der zweiten Liga anzutreten. Lehnerts Wechsel hinge nicht ursächlich damit zusammen, betont Nabel. Doch sei die sportliche Herausforderung ohne die Nummer eins des Teams nun auch in der Regionalliga schon groß genug.

Als sich die Braunschweiger beim Verband angesichts der neuen Zweigleisigkeit um den Aufstieg in die zweite Liga beworben hatten, waren hinter den Kulissen die Entscheidungen schon gefallen. "Uns als Regionalliga-Aufsteiger hatte man gar nicht gefragt, und da war dann auch nichts mehr möglich", bedauert Nabel. Dabei hatten die BTHCer so schöne Pläne von einem schlagkräftigen Team aus der Region mit Lehnert, Nabel, Majlena Pedersen und dem Rest des bewährten Teams, verstärkt beispielsweise um die Gifhorner Klasen-Schwestern.

Das wird es nun vorerst nicht geben. Für die im Januar beginnende Hallensaison in der Nordliga kommt Anett Walther aus Wolfsburg als Ergänzung, für die Regionalliga-Runde im Sommer soll noch eine Verstärkung geholt werden. "Aber ungerne eine Ausländerin wie bei den anderen Klubs", betont Nabel. "Das passt nicht zu unserem Mannschaftsgefüge."

In dem sollen sich die eigenen Talente entwickeln können – wie bislang Lehnert, seine Tochter Jana und Pedersen. Dass sie die Herausforderung als neue Nummer eins des BTHC annimmt, bewies Jana Nabel gestern in Biberach. Sie fertigte die Qualifikantin Hannah Nagel aus Bad Homburg im Schnelldurchgang 6:0 und 6:1 ab. Lehnert verlor in ihrem Viertelfinale gegen die an Nummer drei gesetzte Carina Witthöft aus Hamburg mit 1:6, 4:6.

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