SG-Basketballer verlieren gegen Stahnsdorf

Frank Theis sichert den Ball. Der SG-Center spielte gut, aber foulbelastet nur 17 Minuten.

Foto: Rudolf Flentje 

Frank Theis sichert den Ball. Der SG-Center spielte gut, aber foulbelastet nur 17 Minuten. Foto: Rudolf Flentje 

So wie die SG-Baskets gestern in der ersten Hälfte spielten, hätten sie Eintracht Stahnsdorf die Punkte auch kampflos zu Weihnachten schenken können. "Für die zweite Hälfte kann ich meinem Team aber absolut keinen Vorwurf machen", sagte Trainer Liviu Calin.Das galt bei der 88:93 (34:52)-Niederlage allerdings nicht für die Leistung der Unparteiischen. "Dennis Schröder ist einer der besten Verteidiger im Nationalteam, und Daniel Theis hat bei der Junioren-EM in einem Spiel 19 Rebounds geholt. Sie durften beide nichts machen, und das kann nicht sein", regte sich Calin über die aus seiner Sicht kleinlichen Foulpfiffe auf.

Schröder, dem bis zur Halbzeit kein Feldkorb gelang, schied beim 84:85 vorzeitig aus (38.). Zu diesem Zeitpunkt waren Spielmacher Lucas Gertz (28.) und Frank Theis (30.) längst rausgefoult. Auch sie haderten mehrmals mit den Schiedsrichtern.

Zwanzig Zähler (29:49) waren die Gastgeber schon hinten. Dennoch besaßen sie dezimiert nach einer fulminanten Aufholjagd – Waldemar Buchmiller gelang per Dreier das 76:75 und Daniel Theis kurz darauf das 82:77 – im Schlussabschnitt alle Chancen, die Partie noch zu gewinnen. Doch die Führung wurde mit haarsträubenden Ballverlusten von Schröder und Howard Sant-Roos verspielt (86:89).

Die Entscheidung: Sant-Roos verkürzte auf 88:89 und hätte beim 88:91 die Verlängerung erzielen können. Doch sein Dreier verfehlte, und der Gegner machte den Sieg mit Freiwürfen perfekt.

So sehr Calin sich auch über die vielen Pfiffe gegen seine Farben ärgerte, ihre Leistung in Hälfte eins stimmte ihn ebenso wütend. "Einige Spieler waren gedanklich wohl schon in der Weihnachtspause. Das war mir viel zu entspannt", rügte er sein Team. Vor allem im Rebound agierten die Baskets nachlässig. Am Ende stand es 26:51 in dieser Kategorie, zur Halbzeit 14:31. Besonders selten: Die Gäste erzielten in beiden Hälften mehr Offensiv- als Defensivrebounds.

Große Probleme hatten die Hausherren zudem in der Verteidigung gegen Keoni Watson. Der quirlige US-Spielmacher machte bis zum Seitenwechsel was er wollte (19 Punkte) und kam auf 33 Zähler.

Für die SG ist nun bis zum 8. Januar spielfrei. Dann gastiert sie bei Lok Bernau. "Es ist schade, dass wir dieses Heimspiel verloren haben und das Jahr mit einer Niederlage beenden. Die musste genauso wenig sein wie in den Heimspielen gegen Hannover oder Herten. Insgesamt haben wir bislang aber eine gute Saison gespielt", bilanzierte Calin. Zumal er mit dem Kubaner Howard Sant-Roos nur einen Ausländer aufbietet. Stahnsdorf spielte beispielsweise mit drei Amerikanern.

SG-Baskets: Daniel Theis 19 (6 Rebounds, 11/14 Freiwürfe), Sant-Roos 19 (3/7 Dreier, 4 Anspiele, 3 Blocks), Buchmiller 14 (2/4 Dreier), Frank Theis 13 (83% Würfe), Schröder 12 (8 Anspiele, 6 Ballverluste), Wenzel 6 (5. Foul, 40. Minute), Gertz 5, Czepczynski, Wessels, Redlich.

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