Die Kinderstube der Football-Idole spielt sich ins Rampenlicht

Red Cubs gewinnen vier von fünf Spielen bei der Endrunde und holen Bronze

Nicht zu stoppen: Lucas Kesselhut setzt sich durch.

Foto: Frank Rieseberg 

Nicht zu stoppen: Lucas Kesselhut setzt sich durch. Foto: Frank Rieseberg 

Football-Nationalspieler Christian Bollmann ist hier sportlich groß geworden, Christian Petersen auch, einer der Kapitäne des deutschen Football-Rekordmeisters. Genauso wie Benjamin Krahl, Spielmacher Mike Friese oder Jan Apitz. Alles feste Größen bei den Lions-Footballern. Und sie stellen nur einige Beispiele dar für Talente, die bei Trainer Nikolai Moskovkin ersten Kontakt mit dem Football-Sport bekommen haben, bei den Junioren-Flag-Footballern der Lions, die sich Red Cubs 94 nennen.

Am Wochenende holte diese Truppe die Bronzemedaille bei der Endrunde der deutschen Meisterschaft auf der Roten Wiese. "Das ist das Beste, das wir je erreicht haben. Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Dabei wollten wir einfach nur besser abschneiden als vor zwei Jahren in Frankfurt als wir Siebter der acht Endrunden-Teilnehmer geworden waren", erzählt Moskovkin ohne eine Spur von Traurigkeit über das verpasste Finale.

Ganz souverän qualifizierten sich die Braunschweiger mit drei Siegen in den drei Gruppenspielen für das Halbfinale. Dort gab es plötzlich eine Ladehemmung, wurde mit einem völlig footballuntypischen Ergebnis von 0:5 verloren. Doch im Spiel um Platz drei gab es dann wieder einen Erfolg. "Vier Siege in fünf Spielen – damit hätte ich nie gerechnet", so der Trainer, der früher mehrere Jahre lang als Ballträger in der Bundesliga für Furore sorgte, in einer Zeit, als die Lions noch das Maß der Dinge in Football-Deutschland waren.

Ein bisschen Wehmut mischte sich allerdings schon in die Stimmung des Red-Cubs-Teams. Acht ihrer Mitspieler verlassen altersbedingt die Mannschaft, darunter einige Leistungsträger wie Spielmacher Lucas Kesselhut. "Ich werde auf alle Fälle weiter Football spielen, zunächst bei den Junior Lions und später dann bei den Erwachsenen", weiß der 15-Jährige. Und dann wird er auch ein Star im Bundesliga-Team? "Das ist mir völlig egal, ob ich erste oder zweite Mannschaft spiele. Ich will einfach nur Spaß haben, den Spaß Football zu spielen", sagt Kesselhut mit Vehemenz in der Stimme. Und die Position als Quarterback möchte er auch gern behalten. "Es macht einen schon stolz, wenn man diese Verantwortung tragen darf. Das ist eine ziemlich gute Position."

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