Phantoms bekamen erhoffte Schützenhilfe

Nils Mittmann (links) und Branko Jorovic (vorne) wollen gegen Bayreuth die Lücke von Rich Melzer auf der Position vier füllen.

Foto: Agentur Hübner 

Nils Mittmann (links) und Branko Jorovic (vorne) wollen gegen Bayreuth die Lücke von Rich Melzer auf der Position vier füllen. Foto: Agentur Hübner 

Braunschweigs Basketballern reicht ein Sieg gegen Bayreuth zur Pokal-Qualifikation. Für den verletzten Rich Melzer kommt vorerst kein Ersatz

Der Hiobsbotschaft von Rich Melzers Fingerbruch folgte wenigstens eine kleine gute Nachricht: Braunschweigs Basketballer sind im Kampf um die Pokal-Qualifikation wieder in der Pole-Position.

Sie bekamen die erhoffte Schützenhilfe aus Ulm gegen München und Bamberg gegen Oldenburg und haben es wieder selbst in der Hand, am Samstag zum Hinrunden-Abschluss durch einen Sieg gegen Bayreuth (19.30 Uhr, VW-Halle) in die Pokalrunde einzuziehen. Dass es ohne Melzer, immerhin Top-Werfer und Top-Rebounder des Teams, sehr, sehr schwer wird, die im Aufwind befindlichen Franken zu schlagen, ist allerdings auch klar. Selbst bei einer Niederlage könnte es für die momentan fünftplatzierten Phantoms aber noch klappen. Wenn auch zwei der punktgleichen Rivalen Oldenburg (gegen Trier), München (in Bamberg) und Würzburg (in Tübingen) verlieren, sind die Braunschweiger im direkten vergleich besser.

Am Donnerstag hat Rich Melzer im HEH-Klinukum unter Vollnarkose von Mannschaftsarzt Dr. Gunter Wilhelm zwei Schrauben in den gebrochenen kleine Finger der rechten Hand eingesetzt bekommen. "Dadurch kann er eher wieder spielen, als wenn er einen Gips tragen würde", sagte Wilhelm.

Trotzdem wird der Amerikaner den Phantoms länger fehlen. Wenn keine Komplikationen aufträten, könne der 27-Jährige mit einer Spezialschiene nach vier, fünf Wochen wieder vorsichtig ins Training einsteigen, mutmaßt Wilhelm. "Bis er dann wieder richtig fit ist, dauert es noch ein paar Wochen länger", unkt Sportdirektor Oliver Braun.

Dennoch will er zunächst keinen neuen Profi holen, sondern abwarten, wie sich die Mannschaft ohne Melzer schlägt. "Ich gehe davon aus, dass sie noch enger zusammenrückt", verdeutlicht der Sportdirektor. Schließlich leiste man sich extra einen tiefen Kader, um Ausfälle wegstecken zu können, und so könnten andere Spieler wieder mehr Spielzeit erhalten.

Kapitän Nils Mittmann zum Beispiel, der zu Saisonbeginn schon sehr starke Spiele auf der Position vier gezeigt hatte und mehrfach Top-Rebounder des Teams war. Und Branko Jorovic, der derzeit offensiv aufblüht und sich ohnehin für mehr Einsatzminuten empfohlen hat. Nicht im Kader stehen wird U-20-Nationalspieler Daniel Theis. Er ist aus disziplinarischen Gründen suspendiert, wie schon zuletzt in Göttingen. "Nächste Woche gegen Trier kann er dann wieder zeigen, ob er uns helfen kann", sagt Sebastian Machowski.

Der Trainer hofft natürlich doch auf eine Verstärkung, sofern ein solcher Spieler auf dem Markt und finanzierbar sei. "Wir kommen jetzt in eine wichtige Saisonphase, wo wir gegen Mannschaften aus der unteren Region unbedingt gewinnen müssen", betont er.

Die Traumlösung schlechthin – für Machowski wie Braun – ist allerdings geplatzt: Kurzfristig war Melzers Vorgänger Marcus Goree auf dem Markt. Der Routinier hatte den griechischen Klub Thessaloniki verlassen, war dort wohl nicht bezahlt worden. Doch als Braun umgehend Gorees Agenten anrief, erfuhr er, dass der ehemalige Phantoms-Star sich bereits mit Treviso einig sei.

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