Howard Sant-Roos und die SG verzücken die Fans

Wenn Howard Sant-Roos zum Korb zieht, ist er kaum zu bremsen. Das stellt hier auch gerade der Neu-Vechteraner Dirk Mädrich (vorne links) fest.

Foto: Peter Sierigk 

Wenn Howard Sant-Roos zum Korb zieht, ist er kaum zu bremsen. Das stellt hier auch gerade der Neu-Vechteraner Dirk Mädrich (vorne links) fest. Foto: Peter Sierigk 

Es könnte ein großes Wochenende für Howard Sant-Roos werden. Den Sprung in den Phantoms-Kader für den freigestellten Nick Williams hat er zwar noch nicht geschafft. Aber sein Agent kommt zu Besuch, und Sonntag steigt das Spitzenspiel der ProB Nord.

Dann will der 20 Jahre junge Kubaner um 17 Uhr in der Alten Waage mit den SG-Baskets den siebten Sieg in Serie feiern, Spitzenreiter Hannover Tigers schlagen und selbst die Tabellenführung übernehmen. Die Verantwortlichen erwarten ein stimmungsvolles Basketballfest in voller Halle. Die Gäste werden von einem großen Fanbus begleitet.

SG-Sympathisanten, die die jüngsten Auftritte des Teams von Liviu Calin gesehen haben, schwärmen vom rasanten, eleganten Spiel der jungen Wilden. Und Howard Sant-Roos hat großen Anteil daran. Der schlacksige Zweimetermann steht am längsten auf dem Feld, liefert im Schnitt 16,3 Punkte, 6,1 Rebounds, 3,3 Vorlagen und 3,5 Ballgewinne pro Spiel und ist somit einer der herausragenden Allrounder der Liga.

"Howie hat eine Menge Qualitäten, die man so selten bei einem Spieler findet", lobt Phantoms-Trainer Sebastian Machowski. "Er ist enorm schnell und wendig für seine Größe." Das Besondere: Nicht die SG, sondern aus rechtlichen Gründen der Erstligist hat den Jungspund unter Vertrag genommen.

Und zumindest diese Saison darf Sant-Roos, der zuvor in der zweiten italienischen Liga gespielt hatte, aufgrund seiner Jugend mit einer Doppellizenz in beiden Mannschaften auflaufen. Heute allerdings rückt erstmal sein SG-Kollege Lucas Gertz als zwölfter Akteur in den Phantoms-Kader. "Lucas hat die ganze Woche mit uns trainiert, Howie nicht", begründet Machowski.

Der Weg ins Bundesligateam dürfte bei allen Qualitäten auch schwer sein für den Kubaner. Schließlich sind nächste Saison dort nur noch sechs Ausländer erlaubt, und wer etwas erreichen will, muss diese Positionen hochkarätig besetzen. Da müssten Leichtgewicht Sant-Roos schon außergewöhnlich schnelle Fortschritte in Sachen Physis und Spielhärte gelingen. "Primär ist es eine Ausbildung", sagt deshalb auch Sportdirektor Oliver Braun zur Verpflichtung des Kubaners. "Wir haben das Potenzial gesehen, dass er sich noch weit entwickeln und eventuell sogar uns helfen kann."

Außerdem sei man der Meinung gewesen, ein junger Spieler passe besser zu den anderen Youngstern um Dennis Schröder und Daniel Theis als ein älterer Profi mit Chef-Ansprüchen. "Das hat sich bewahrheitet", freut sich Braun. "Howie bildet mit den Jungs eine homogene Einheit." Sant-Roos wohnt in einer WG mit seinen Teamkollegen Brian Wenzel und Jörn Wessels. "Er ist ein guter Junge", lobt auch Machowski. "Und die Spiele der Pro B zeigen, dass da ’ne Menge richtig läuft."

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