Eintracht bleibt zum Auftakt unbesiegt

Anke Kühne (hinten) wird von UHC-Verteidigerin Nicola Scharlau angegriffen.

Foto: Peter Sierigk 

Anke Kühne (hinten) wird von UHC-Verteidigerin Nicola Scharlau angegriffen. Foto: Peter Sierigk 

Von Thomas Fröhlich

Der Auftakt ist geglückt. Eintrachts Hockey-Spielerinnen sind mit zwei Teilerfolgen gegen den UHC Hamburg (1:1) und Klipper THC Hamburg (3:3) in die Hallensaison gestartet.

"Zu Hause gegen einen Meisterschaftskandidaten wie den UHC zu punkten und dann auswärts bei Klipper ebenfalls etwas mitzunehmen, ist schon gut für meine Mannschaft", sagte Trainer Carsten Alisch zufrieden nach dem Auftakt-Wochenende.

Vor allem der Zähler gegen den deutschen Feldmeister UHC darf als Achtungserfolg gewertet werden. "Damit können wir sehr zufrieden sein", erklärte Nationalspielerin Anke Kühne. Sie und ihre Mitspielerinnen hatten dem favorisierten, mit sieben A-Nationalspielerinnen angereisten UHC einen großen Kampf geliefert. Dabei mussten die Eintracht-Anhänger unter den rund 200 Zuschauern in der Sporthalle Alte Waage zunächst mit ansehen, wie die Gäste mit Tempohockey Chance auf Chance herausspielten. Doch die jungen Eintracht-Spielerinnen legten schnell ihren zu Beginn übergroßen Respekt ab und stemmten sich gegen die Hamburger Offensive. Torhüterin Victoria Wiedermann wurde mit einem guten Dutzend abgewehrter Bälle zum großen Rückhalt. "Überragend", urteilte UHC-Trainer Kais al Saadi. Nur einmal war die 26-Jährige machtlos, als nach zehn Minuten Nora Korn die Hamburgerinnen in Führung brachte. Noch vor der Pause nutzte Katrin Hoebbel ihre Chance nach einem Pfostentreffer und drückte die Kugel zum Ausgleich über die Linie.

Nach dem Wechsel wurde Eintracht mehr und mehr ein ebenbürtiger Kontrahent, wenn auch die UHC-Frauen spielbestimmend blieben. Gegen die leidenschaftlich kämpfenden Gastgeberinnen gelang ihnen allerdings kein weiterer Treffer. "Heute hatten wir auch ein wenig Glück, aber das braucht man auch gegen ein solches Spitzenteam", erklärte Alisch.

Beim Klipper THC brachte Anke Kühne Eintracht nach einer Strafecke in Führung (5. Minute), doch zwei Konter (13./25.) der tief stehenden Hamburgerinnen brachten den Pausenstand. Nach Anne Motyls Ausgleich (45.) lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, in dem sich Klipper zwei Minuten vor dem Spielende nach Silke Klapdors Strafeckentor schon als Sieger sah. Doch Eintracht schlug noch einmal zurück, holte durch Hoebbel clever eine Strafecke heraus, die Motyl zum 3:3 verwandelte. "Am Ende müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Aber wir hätten aufgrund unserer Chancen auch gewinnen können", berichtete Alisch, der die mannschaftliche Geschlossenheit und seine starke Defensive mit Wiedermann, Kühne, Inga Matthes und Birgitta Witte noch hervorhob.

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