Zurück zu den Wurzeln und nach vorn
Rekordmeister setzt Frust aus dem Vorjahr in positive Energie um – Der Schlüssel heißt Leidenschaft
BRAUNSCHWEIG. Meister Berlin und Nord-Vizemeister Kiel waren im Vorjahr eine Klasse für sich. Alle anderen Nordteams spielten auf Augenhöhe. Mit den Dresden Monarchs stellt sich zum Bundesliga-Auftakt in Braunschweig also eine gute, aber schlagbare Mannschaft vor. Und die Lions haben etwas gutzumachen, denn im Vorjahr gab es zwei Niederlagen gegen die "Königlichen" zu beklagen.
"Wir schauen nicht soviel auf das, was unsere Gegner machen. Wir sind auf uns fixiert. Wir haben einiges gutzumachen in diesem Jahr. Und darauf müssen wir uns konzentrieren", sagt der neue Cheftrainer Matthias Engisch.
Das Ziel der Lions ist klar: Egal wie ein Spiel auch ausgehen mag, es muss mit soviel Engagement und Leidenschaft bis zum Schlusspfiff angegangen werden, dass die Fans auf den Tribünen hingerissen sind. Mit dieser Einstellung haben die Braunschweiger in den 1990er Jahre für eine wahre Football-Euphorie in der Region gesorgt.
Nach 13 Jahren mit Halbfinalteilnahmen, 12 Endspiel-Qualifikationen in Folge und sieben deutschen Meistertiteln rutschten die Lions im Vorjahr auf den letzten Platz der Nordgruppe ab und umgingen die Relegation nur, weil sich die Hamburg Blue Devils abgemeldet hatten.
Der Frust über dieses Debakel ist bei Spielern und Trainern längst umgeschlagen in positive Energie. Sie haben neuen Ehrgeiz entwickelt und sind fest gewillt, die treuen Anhänger mitzunehmen und neue zu gewinnen auf der ebenso schweren wie spannenden Reise zurück an die Spitze. Ein Prozess, der wohl nicht in aller Kürze zu erledigen sein wird. Und so lautet das Motto der Lions auf allen Ebenen: Neustart, zurück zu den Wurzeln. "Wir haben unsere Spielzüge stark überarbeitet. Es geht nicht darum, etwas möglichst Verwirrendes zu tun. Es darf ruhig einfach sein. Aber es muss klappen", sagt Engisch.



