Zimmermann wirft, Bollmann fängt, Deutschland ist Europameister
Footballer-Quartett aus Braunschweig hilft mit, Frankreich im Finale zu schlagen
FRANKFURT. Vier Braunschweiger vom Bundesligisten Lions waren maßgeblich am großen Erfolg der deutschen Football-Nationalmannschaft beteiligt, die am Samstag in Frankfurt das Finale der Europameisterschaft gegen Frankreich mit 26:10 (2:0, 10:3, 14:7, 0:0) gewann.
Spielmacher Dennis Zimmermann, Ballfänger Christian Bollmann, Marten Töwe aus der Schutztruppe des Spielmachers und Abwehr-Ass Dennis Engelbrecht standen auf dem Platz, als das deutsche Team eine bärenstarke Turnierleistung vor 8500 Zuschauern krönte. Im Halbfinale hatten sie Finnland mit 23:4 besiegt.
"Es ist unglaublich", sprudelte es aus Zimmermann auch am Tag danach noch heraus. "Es ist unfassbar schön", jubelte Töwe gestern immer noch. Die deutsche Mannschaft machte nach dem Triumph in der Hessen-Metropole die Nacht zum Tag und ließ sich gestern Morgen dementsprechend Freudetrunken in Frankfurts guter Stube, im Römer, auch von höchsten politischen Würdeträgern der Stadt auf die Schultern klopfen.
Spielentscheidend waren drei Zuckerpässe von Zimmermann, die zu Touchdowns gegen die Franzosen führten. Zweimal trug sich Bollmann in die Punkteliste ein. "Das war schon irre. Wir haben diese Passvariante im Training bestimmt schon zehn- zwölfmal probiert. Und ausgerechnet in diesem Spiel hat sie das erste Mal geklappt", staunte Zimmermann über den 35-Meter-Pass, den Bollmann fing und noch einmal so weit bis in die Endzone trug. Eine Schlüsselszene im Spiel, der erste Touchdown.
"Gegen Österreich im ersten Spiel war es am schwersten. Da mussten wir uns erst finden. Aber danach lief es fast optimal", berichtete Töwe. Hauchdünn hatten die Deutschen zum Auftakt mit 22:20 gewonnen. "Ich war auch schon dabei, als wir Dritter der WM geworden sind. Das war auch toll. Aber wenn du Meister wirst, ist das einfach nicht zu toppen", meinte Töwe.
Und Zimmermann gab zu bedenken: "Solche Spiele wie das Finale sind dazu da, einen wieder aufzuputschen und die Zweifel zu ersticken. Gerade, weil es bei uns in Braunschweig zuletzt nicht immer optimal gelaufen ist."
Beeindruckt waren die Lions-Spieler vom Trainerteam der Nationalmannschaft, das Walter Rohlfing anführte. "Wir sind jeden Tag stundenlang auf den nächsten Gegner vorbereitet worden. Und alles, was uns gesagt wurde, trat auch ein. Unsere Gegner haben genauso gespielt, wie es uns die Trainer vorher erzählt haben. Phänomenal", fand Töwe.
