"Wir wollten den Zuschauern einfach nur eine gute Show bieten"
BRAUNSCHWEIG. Die Düsseldorf Panther stehen dort, wo die Lions aus Braunschweig gerne wären – auf Tabellenplatz drei in der Football-Bundesliga, qualifiziert für die Meisterrunde. Gegner im Viertelfinale sind die Marburg Mercenaries. Klar, dass sich in der Pressekonferenz die Frage stellte, wie groß die Düsseldorfer ihre Chance sehen, ins Halbfinale zu kommen.
"Wir haben uns darum noch nicht kümmern können, denn wir mussten uns sehr gewissenhaft auf die Partie in Braunschweig vorbereiten", sagte Panther-Cheftrainer Martin Hanselmann. Nur eine höfliche Antwort? Vielleicht. Doch dann fügte er mit ernster Miene hinzu: "Und das war auch bitter nötig." Ein Lob für die Lions? Ganz sicher!
Bei der 23:27-Niederlage am Samstagabend boten beide Kontrahenten ein hochklassiges Bundesligaspiel. Zu keiner Zeit hätte ein neutraler Besucher vermutet, dass die Braunschweiger nur Vorletzter in der Nordgruppe sind. Denn die Gastgeber zeigten im Angriff soviel Durchschlagskraft wie lange nicht mehr. Beim Stand von 0:0 fing Christian Bollmann einen Superpass von Mike Friese in der Endzone. Doch die Schiedsrichter sahen eine Regelwidrigkeit und gaben den Touchdown nicht. "Ich habe den Verteidiger behindert. Die Entscheidung der Schiedsrichter war richtig", gab Bollmann hinterher unumwunden zu.
Und noch vor der 7:0-Führung der Lions versiebte Kicker Tobias Goebel einen Fieldgoal-Versuch aus 28 Metern. Das kommt gefühlt einem verschossenen Elfmeter ohne Torwart beim Fußball gleich.
Der Angriff der Lions entwickelte über das ganze Spiel gesehen genug Druck, um zu gewinnen. Und die eigene Abwehr hatte ganz offensichtlich ihre Hausaufgaben gemacht, musste sich lediglich zweimal der bislang für Furore sorgenden Düsseldorfer Angriffsreihe beugen. Den Rest besorgten die Panther mit zwei Fieldgoals und einem Touchdown nach kapitalem Fehlpass von Spielmacher Friese (Interception). Und da stand die Lions-Abwehr logischerweise gar nicht auf dem Feld.
"Wir wollten den Zuschauern heute einfach nur eine gute Show bieten. Und ich glaube, das ist uns gelungen", sagte Kapitän und Passverteidiger Christian Petersen. Und sein Cheftrainer nickte zustimmend.

