Wie die Lions doch noch Meister werden
Football-Champion hat denkbar schlechteste Ausgangsposition, aber es geht! – Kiel Samstag der letzte Gast?
BRAUNSCHWEIG. Endspurt! Für die Braunschweig Lions steht bei aller Liebe und fettestem Daumendrücken mit hoher Wahrscheinlichkeit das letzte Heimspiel der Football-Saison bevor. Am Samstag um 19 Uhr stellt sich mit den Kiel Baltic Hurricanes eines jener beiden Teams vor, die dieses Jahr fast unbesiegbar sind. Und im letzten Spiel der regulären Saison müssen die Lions am Sonntag in einer Woche nach Berlin – zu den Überfliegern, den Adlern.
Die ersten Vier der Nordgruppe kämpfen anschließend mit den ersten Vier der Südgruppe in den Play-offs um die deutsche Meisterschaft. Welche Chancen haben die Lions, diese Runde zu erreichen?
Die Ausgangslage: Die Lions sind punktgleich mit dem Dritten Dresden und dem Fünften Essen. Bei Punktgleichheit am Ende würde die Tabelle aussehen wie zurzeit, aber nicht wegen der erzielten oder kassierten Touchdownpunkte. Dann zählt der direkte Vergleich, die Summe der jeweiligen Hin- und Rückspiele. Die Lions haben das Doppel-Duell mit Essen gewonnen und mit Dresden verloren.
Der Restspielplan: Dresden muss noch zum Südligisten Weinheim und zweimal gegen Essen spielen.
Die Folgen: Gewinnt Braunschweig zweimal, ist mindestens Platz vier sicher. Siegen die Lions einmal oder verlieren sie zweimal, hängt alles von der Konkurrenz ab. Und es gilt: Wenn Essen punktet, müssen auch die Lions punkten, um im Rennen zu bleiben. Der Titelverteidiger erreicht also selbst dann die Play-offs, wenn er selbst und Essen alle Restspiele verlieren.
Das Viertelfinale: Der Norden spielt mit dem Süden über Kreuz, Erster gegen Vierter, Zweiter gegen Dritter.
Das Halbfinale: Heimrecht besitzt das Team, das in der Saison besser platziert war. Also: Käme der Nordvierte bis hierher, müsste er erneut reisen. Um noch ein Heimspiel zu bekommen, müsste Braunschweig Dritter werden – und der Nordmeister gegen den Süd-Vierten verlieren.
