Weinheim darf für die Lions nicht zum Stolperstein werden
Braunschweiger haben Winkler und Dittmann im Play-off-Viertelfinale wieder dabei
BRAUNSCHWEIG. Gunnar Winkler läuft am Samstag um 19 Uhr zum Football-Viertelfinal-Heimspiel für die Lions wieder auf. Doch es ist keine Wunderheilung nach der Hand-Operation, sondern der Play-off-Auftakt, der den Abwehrspieler antreibt.
Winkler: "Ich habe noch eine gesunde linke Hand zum Zupacken, aber jetzt geht es um Ganze, da will ich dabei sein, auch wenn es schmerzt." Seine letzte Saison will der 33-Jährige unbedingt mit dem dritten deutschen Meistertitel hintereinander beenden. Der 1,98-Meter-Hüne weiß, dass alle Gegner in Braunschweig über ihre Grenzen hinaus gehen: "Jeder gibt gegen uns mehr als hundert Prozent, will hier jeder siegen."
"Wir haben Respekt vor dem Lions, aber keine Angst", versichert Markus Gräßer aus dem Weinheimer Trainerteam. Mit dem heutigen Braunschweiger Offence-Trainer Matthias Engisch spielte Gräßer gemeinsam in Mannheim und Hanau. Seither verbindet beide eine Freundschaft. Die ruht am Samstag für gut zwei Stunden.
Im Gegensatz zu den Lions steht in den Reihen des Aufsteigers kein einziger Vollprofi. Selbst Quarterback Shawn McBrayer wird lediglich als 400-Euro-Kraft für seine Tätigkeit als Jugendtrainer geführt.
Wie Winkler versucht auch Rene Dittmann sein Comeback bei den Lions. Der 125-Kilo schwere Beschützer der Quarterbacks Dennis Zimmermann und Matt Crockett hat seine Knieblessur weitgehend ausgeheilt und will unbedingt dabei sein.
Deshalb gibt sich Lions-Cheftrainer Gray Spielbuehler gelassen: "Wir haben sehr viele erfahrene Spieler im Team. Die kennen die Play-offs und haben noch nie den Fehler gemacht, einen Außenseiter wie Weinheim zu unterschätzen. Wir werden unseren besten Football spielen, um hoffentlich schnell die Halbfinalteilnahme zu sichern."
Sollte dies gelingen, würden die Löwen am 22. September gegen den Sieger der Viertelfinalpartie Marburg Mercenaries – Kiel Baltic Hurricanes Heimrecht genießen. Wer Spielbuehler kennt, der geht davon aus, dass er Spielbeobachter nebst Kameramann auf den Weg nach Marburg senden wird. – Das Unternehmen Titelverteidigung ist generalstabsmäßig geplant.
