Verteidiger wird getreten, beworfen und dann auch noch bestraft
Reilmann kritisiert umstrittene Schiedsrichter – Auch Kieler benachteiligt
BRAUNSCHWEIG. Sehr viele der 5321 Zuschauer des Football-Bundesligaspiels zwischen den Lions und Kiel Baltic Hurricanes verabschiedeten die Schidsrichter mit Pfiffen. Lions-Linebacker Sebastian Reilmann schimpfte über die Referrees wie ein Rohrspatz: "Ich liege am Boden, werde getreten und von einem Kiieler mit dem Ball beworfen, aber sage keinen Ton. Was machen die Schiedsrichter? – Sie geben eine 15-Meter-Raumstrafe gegen mich. So wird eine Sportart kaputt gemacht.
Mit Disziplin kämpften die Lions gegen die reichlichen Raumstrafen an. So wurde Patrick Finke nach einem Regelverstoß sofort vom Feld geholt und gab nur an der Seitenlinie das HB-Männchen. Nach lediglich 79 Strafmetern im Spiel gegen Berlin wurden die Braunschweiger mit 172:69 Metern gegen Kiel wieder deutlich weiter zurück geschickt.
Ins selbe Horn wie Reilmann, der mit einem Safety in der Kieler Endzone zwei Punkte zum Sieg seines Teams beigesteuert hatte, stieß Lions-Trainer Javier Cook: "Ich biete den Schiedsrichtern gern das Video für Lehrzwecke an. Ich erwarte nicht, dass sie im Spiel Entscheidungen revidieren, aber für die Zukunft hoffe ich das schon."
Cook: "Ich bin aber total glücklich über den Sieg. Meine Jungs haben großartig gekämpft. Mit den Worten, er müsse noch ein paar Bars testen, hatte Cook flachsend ein paar Journalisten um eine nur kurze Pressekonferenz gebeten.
Dort hatte Kiels Quarterback Adrain Rainbow festgestellt, dass seine Angriffsreihe nicht wie gewohnt zum Zuge gekommen sei. Rainbow: "Solch einen guten Receiver wie Dominic Hanselmann habe ich heute nur einmal angespielt. Das ist einfach zu wenig."
Auch die Kieler dürfen sich von den Schiedsrichtern benachteiligt fühlen. Zumindest der zweite Fieldgoalversuch ihres Kickers Sven Linn habe regelgerecht die Torstangen überquert, bestätigten neutrale Beobachter auch diese Kritik an den Unparteiischen.
