"Unsere Abwehr war heute kaum zu knacken"
Ubermütige Spieler feiern Sieg und gießen Wasserkübel über ihren Coach aus
MARBURG. Zufrieden kletterte Braunschweigs Cheftrainer Javier Cook bereits nach 43 Spielminuten von seinen Aussichtsturm herunter, einem Garagendach. Als in der Footballpartie um 17.15 Uhr Michael Andrew mit seinem vierten Touchdown den 35:21-Zwischenstand erzielte, war nach 41 Spielminuten die Messe gesungen.
Übermütig übergossen die Lionsspieler ihren Trainer mit einem Kübel Eiswasser- und -Würfeln. Sie feierten fröhlich den Einzug ins Endspiel gegen die Kiel Baltic Hurricanes, die sich mit einem 17:12-Erfolg über die Berlin Adler bereits am Samstag den Einzug ins Endspiel gesichert hatten. Die Lions, die 2005 und 2006 mit 14:34 und 28:38 in Hessen klare Niederlagen bezogen hatten, machten es deutlich besser.
"Wir sind heute mit zwei Touchdowns super gestartet. Auch wenn die Marburger ein paarmal mit tiefen Pässen bis dicht an unsere Endzone herangekommen sind, war unsere Abwehr heute kaum zu knacken, freute sich Patrick Finke, der wieder zu den besten Spielern im Braunschweiger Trikot zählte.
Sichtlich entspannt umarmte die Vereinsvorsitzende Ute Schmidt Runningback Michael Andrew, der mit dieser Partie die letzten Zweifel an seiner Verpflichtung für die nächste Saison ausgeräumt haben dürfte. Die Vorsitzende des Stammvereins 1. FFC Braunschweig hatte am Spielfeldrand nervös zur Zigarette gegriffen, weil ihr Team sich erst im Schlussviertel entscheidend abzusetzen vermochte.
Bis auf Lars Lupprian, der sich den Ellenbogen prellte, aber im Finale wie Jabari Johnson wieder zum Einsatz kommen dürfte, zog sich kein Braunschweiger ernsthafte Blessuren zu. Marburgs Franco Ingravale musste indessen mit Kniebänderriss verletzt von Platz. "Wir haben uns als sehr kompakte Mannschaft gezeigt", freute sich Angriffs-Koordinator Matthias Englisch mit seinen schweren Jungs. Und Cheftrainer Javier Cook strahlte: "Ich bin super zufrieden. Die Mannschaft hat sehr diszipliniert agiert und sich das Finale verdient. Dass dieses Ziel zwölf Jahre hintereinander erreicht wurde, spricht für die Mannschaft und die gute Arbeit im Verein."
