Stammverein der Lions übernimmt Management
Braunschweiger Footballer planen neue Strukturen
BRAUNSCHWEIG. Der deutsche Football-Rekordmeister aus Braunschweig bekommt eine neue wirtschaftliche Führung. Zwei Tage vor dem vorletzten Heimspiel der laufenden Saison für die Lions gegen die Plattling Black Hawks am Sonntag um 15 Uhr im Eintracht-Stadion hat der Stammverein, der 1. FFC Braunschweig, richtungsweisende Planungen für die Zukunft bekanntgegeben.
"Dass es Veränderungen geben würde, war klar. Denn seit 2006 erhalten wir die Bundesliga-Lizenz nur mit einer Ausnahmegenehmigung. Und die ist ab 2011 nicht mehr möglich", erklärte Matthias Goebel, zweiter Vorsitzender des 1. FFC, der für den Sportbereich zuständig ist.
Hintergrund ist, dass der deutsche Verband vorschreibt, dass die Vereine mehrheitlich an den Vermarktungsgesellschaften beteiligt sein müssen. Damit will der Bundesverband die Stellung der Vereine stärken und ihre Einflussnahme auf das Geschehen in der GFL genannten Bundesliga vergrößern.
Vier Jahre lang hatte zuletzt die Firma Sports Emotions die wirtschaftlichen Geschicke der Braunschweiger Footballer geleitet. Ihr gehören auch alle Rechte am Markennamen Braunschweig Lions. Der Versuch, auch in einem dem neuen Reglement entsprechenden Konstrukt weiterhin zusammenzuarbeiten ist gescheitert, weil beide Seiten, Verein und Sports Emotions, ihre Vorstellungen nicht unter einen Hut bekamen.
Bereits Anfang des Jahres hatte der Verein der bisherigen Vermarktungsfirma fristgerecht gekündigt, eine weitere Zusammenarbeit aber in Aussicht gestellt. Nun tritt die Kündigung zum 31. Dezember in Kraft.
Die neue Gesellschaft nennt sich FFC Sportmanagement GmbH und Co. KG und hat bereits erste Gespräche mit möglichen Sponsoren für die nächste Saison ihrer ersten Männermannschaft in der GFL geführt.


