Sechs Titel – Lions sind Football-Rekordmeister
Den einzigen Punkt stehlen Andersons Hurricanes
Mit dem zweiten Titel-Hattrick, den sie souverän mit 27:6 bei den Stuttgart Scorpions einfuhren, haben die Braunschweig Lions ihre sechste Meisterschaft in der Football-Bundesliga gefeiert.
Den einzigen Punkt auf dem Weg von einen Sieg zum nächsten büßten die Löwen ausgerechnet bei ihrem früheren Chefbändiger Kent Anderson und dessen Quarterback Adrian Rainbow in Kiel ein. Die Baltic Hurricanes rangen den Lions ein 15:15 an der Ostsee ab.
Der Motor des späteren Titelträgers benötigte allerdings einige Anlaufzeit, ehe er rund lief und bei den Play-off-Spielen unter der größten Anhängerschar aller deutschen Football-Erstligisten kaum Zweifel an der Titelverteidigung aufkommen ließ.
Die Integration der Neulinge gelang nicht auf Anhieb. Auch der erstmals das Vertrauen genießende Dennis Zimmermann benötigte naturgemäß eine Anlaufzeit, um in die Fußstapfen seines Vorgängers Rainbow zu wachsen. Diese Phase belegen drei knappe Heimsiege mit 23:20 gegen die Berlin Adler, das 25:23 gegen die Marburg Mercenaries und das 35:28 über die Cologne Falcons.
Als die Zahl der Varianten wieder sank, führten die Angriffe reibungsloser auf den Erfolgsweg. Die Abwehr um Christian von Einem und Dennis Engelbrecht wurde zum kaum durchdringlichen Bollwerk. Cheftrainer Gary Spielbuehler zeigte, schon beraten von seinem Nachfolger Javier Cook, dass nicht allein Anderson die Lions zum Titel führen kann.
In die Freunde mischten sich indessen Wehmutstropfen. Routiniers wie Frank Söhlke hängten ihren Helm im Herbst wohl endgültig an den berühmten Nagel. ts
