Prächtiges Schaulaufen der alten Lions-Idole
Braunschweig Ehemalige Meisterspieler ließen sich zum Vereinsjubiläum feiern. Und Starspieler Jon Horton wurde in die „Hall of Fame“ berufen.
Eine Ruhmeshalle im US-Sport ist vom Gedanken her kein Haus mit Mauern aus Stein und einem Dach aus Ziegeln. Es ist ein imaginäres Gebäude, das auf Ehre gebaut ist und Wände aus unvergesslichen Leistungen für die Organisation sowie tadellosen Charakterzügen besitzt. Die „Hall of Fame“.
Und in diese haben die Footballer der Lions nun ihr achtes Mitglied aufgenommen. Jon Horton, der unnachahmliche Ballfänger, der so viele Anteile an den Titelgewinnen der Braunschweiger zwischen 1997 und 1999 hatte.
Im Zuge des großen Jubiläumsspiels zwischen Spielern der Meisterjahre 1997 bis 1999 und jenen aus den Jahren 2005 bis 2008 wurde Horton auf dem Sportplatz Flutmulde in Gifhorn geehrt. Rund 800 Zuschauer, Lions-Fans der ersten Stunde und solche, die damals noch gar nicht geboren waren, jubelten den Helden von einst zu. Anlass war das 25-jährige Bestehen der Lions.
Vor Horton waren schon in die „Hall of Fame“ der Lions aufgenommen worden Gerald Meier, Olaf Müller, Jerry D. Claiborne, Jörg Ottkowitz, Joachim Diederichs, Rico Trute und Adrian Rainbow.
Allerdings konnte Horton wegen einer Verletzung nicht an dem Flag-Football-Spiel der Ehemaligen teilnehmen. Dafür war Les Jackson umso mehr zur Stelle. Der ehemals herausragende Abwehrspieler aus der Defenseline spielte nicht nur auf seiner angestammten Position, sondern versuchte sich auch zur Freude der Fans in der Abwehr als Linebacker sowie im Angriff als Ballträger und Ballfänger. So erzielte er unter großem Jubel sogar einen Touchdown.
Doch auch Jackson konnte nichts daran ändern, dass die deutlich Jüngeren aus den Meisterjahren 2005 bis 2008 mit 31:21 den schwer erkämpften Sieg davontrugen. Alle Ehemaligen genossen das Jubiläumsspiel wie ein Klassentreffen, und einige feierten ihr Wiedersehen noch bis tief in die Nacht. Zahlreiche Zuschauer hatten ihre alten Fan-Trikots aus längst vergangenen Zeiten mitgebracht und „zwangen“ ihre Idole, die zwar älter geworden sind, aber rein gar nichts an Beliebtheit verloren haben, zu einem Unterschriften-Marathon.
Am Tag danach beim Jubiläumsfest auf dem Sportplatz Rote Wiese setzten sich die Feierlichkeiten fort. Gut 1000 Besucher mögen über den Tag verteilt dabei gewesen sein. Die ehemaligen Spieler genossen es noch einmal, im Mittelpunkt zu stehen. Was durchaus wortwörtlich zu verstehen war. Denn viel bewegen konnte sich so manch ein Meisterspieler von damals nicht mehr. Muskelkater quälten die Körper.


