Mit der Nummer eins auf dem Trikot zur Nummer eins im Spiel
Ballträger Jabari Johnson wurde immer besser, je länger das Spiel dauerte
BRAUNSCHWEIG. Jabari Johnson trägt bei den Braunschweig Lions schon länger die Nummer eins. Erste Wahl als Ballträger ist der Amerikaner aber erst seit dieser Saison. Der Runningback trägt die Hauptlast aller Angriffe, die in Bodennähe ihren Anfang nehmen und – wenn er Glück hat – nicht im, sondern auf dem Boden enden. Meist jäh gestoppt von muskelbepackten Gegnern, die doppelt so schwer sind wie Johnson.
Zwei Viertel lang musste man mit Johnson im Spiel gegen Stuttgart Mitleid haben. Immer wieder rannte der 29-Jährige wie gegen eine Mauer, pralle ab, stand wieder auf und versuchte es erneut. Häufig mit minimalem Raumgewinn.
Im dritten und vierten Viertel jedoch erkämpfte Johnson immer mehr Raumgewinne, umkurvte die Gegner oder schnitt mit scheinbarer Leichtigkeit durch sie hindurch.
"Wir haben Fehler beim Blocken gemacht. Das habe ich in der Pause angesprochen. Und an diese Anweisungen hat sich das Team gehalten", erklärte Cheftrainer Javier Cook.
Ganz zur Freude von Johnson, der betonte, vor dem Spiel zwar nicht direkt nervös, wohl aber recht angespannt gewesen zu sein. "Man muss die Abwehr einfach mürbe und müde spielen. Dann klappts", sagte Johnson, grinste und schrieb weiter fleißig Autogramme für junge, in Schlange wartende Fans, die ihren Liebling feierten. Rie



