Lions weiter auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer
Sie stehen kurz davor, aber die Unterschrift fehlt noch unter dem Anstellungsvertrag. Deshalb hüllen sich die Lions noch in Schweigen, wer denn nun der neue Cheftrainer wird beim deutschen Football-Rekordmeister.
Der Grund für die Vorsicht leuchtet ein: Beim letzten neuen Cheftrainer Kirk Heidelberg war auch schon alles klar, dann trat der US-Amerikaner von seinem Vertrag zurück.
"Unser Kandidat hat sich eine letzte Bedenkzeit erbeten. Die warten wir ab", sagt Andreas Bräunlich, der Lions-Manager. "Wir haben aber gute abschließende Gespräche geführt." Wieder ein Name und ein Rückzug – das wollen die Braunschweiger unbedingt vermeiden.
Das Anforderungsprofil für den Führer des Löwenrudels hat sich nicht geändert: Er soll große Erfahrung besitzen, schon in der German Football League gearbeitet haben und wissen, unter welchen Bedingungen in Deutschland Football gespielt und gelebt wird. Und ein US-Amerikaner soll es auch sein. "Ich glaube, wir haben eine gute Lösung gefunden", sagt der Manager. Die Heidelberg-Kapriolen seien abgehakt. "So etwas passiert. Da muss man Ruhe bewahren und hart weiter arbeiten."
So wird der neue Löwen-Dompteur heute beim Trainingsauftakt nach der langen Winterpause fehlen. Matthias Engisch und die gesamte Trainercrew nehmen die Vorbereitung erstmal in ihre bewährten Hände. In der Soccafive Arena heißt es, das erste Mal wieder gemeinsam schwitzen.
Neben dem Aufbau erster konditioneller Grundlagen dient das Training, das vorerst einmal wöchentlich stattfindet, dazu, neue Spieler zu beobachten, die sich bei den Lions beworben haben oder die die Lions selbst beobachtet haben. Der eine oder andere dürfte vielleicht im Kader für die neue Saison auftauchen. So stellen sich zwei Spieler aus Berlin vor.
Um sich gute US-Spieler leisten zu können, finden derzeit weitere Gespräche mit Sponsoren statt. Ein kleiner Pool 100, wie einst von Eintracht erfunden, soll dabei helfen.


