Lions haben die Nase voll vom Hallensport
Braunschweig Die Braunschweiger Footballer der Lions haben das Freiluft-Training aufgenommen und gehen mit Riesenschritten der neuen Saison entgegen.
.Den ersten Titel im neuen Jahr haben die Braunschweiger schon errungen. Abwehr-Ass Kerim Homri siegte bei der Abstimmung zum deutschen Footballspieler des Jahres mit großem Vorsprung, erhielt sagenhafte 44,9 Prozent der Fan-Stimmen und setzte sich deutlich ab vom Zweitplatzierten Thomas Rauch von den Schwäbisch Hall Unicorns mit (19,7 Prozent).
Ungefähr so dominant möchte Lions-Cheftrainer Phil Hickey auch seine gesamte Mannschaft in der neuen Saison sehen. Nach mehreren Jahren im Bundesliga-Niemandsland haben die deutschen Rekordmeister alle Kräfte mobilisiert, um wieder an die alten Erfolge anzuknüpfen.
Das erklärte Ziel: „Wir wollen deutscher Meister werden.“ Mehr noch, denn der weltweit operierende Hauptsponsor New Yorker sähe es zu gern, „dass wir auch in Europa die Nummer eins werden“, so Hickey. Zweimal waren die Lions in ihrer Geschichte schon Europapokalsieger der Landesmeister, sieben nationale Titel stehen zudem auf der Habenseite.
Hickey, der am Ende der vergangenen Saison nach Braunschweig kam, hat den Kader mächtig umgekrempelt. „Wir haben gut 20 neue Gesichter. Das sorgt für frischen Wind, löst eingefahrene Strukturen und sorgt auch bei den im Kader verbliebenen Akteuren für neue Motivation“, berichtet der Cheftrainer.
Noch ist das Team zwei Wochen vor der Fahrt ins italienische Trainingslager und drei Wochen vor dem ersten Spiel im zweitklassigen Europapokal-Wettbewerb EFAF-Cup in Mailand nicht ganz komplett. „Drei, vier deutsche Spieler haben sich aus beruflichen Gründen noch nicht entschieden. Aber es sind regelmäßig 44 Spieler im Training. Das reicht“, sagt Hickey, der seit einer Woche auch nach und nach seine US-Importspieler in Braunschweig begrüßen konnte. Nächste Woche sollen alle da sein.
Gut getan hat den Lions, dass endlich das langsam nervige Wintertraining in der Halle vorbei ist. Gestern absolvierte das Team die dritte Trainingseinheit im Freien. „Anfangs war es kalt und nass, aber tausendmal besser als in der Halle“, schwärmte Hickey.
Ein bisschen ins Schwärmen kommt der Coach auch, wenn er über Homri spricht. Ob er es für möglich hielte, dass das erst 23 Jahre Eigengewächs nach dem Wahlsieg abheben könnte, beantwortet er mit einem Lächeln so: „Homri ist einer, der am Boden bleibt. Und wenn nicht, stelle ich das sicher. Er tut jedenfalls alles, um in jedem Training ein Vorbild zu sein. Genau solche Führungsspieler brauchen wir.“


