Lions-Footballer suchen Ersatz für Hamburg-Spiel
BRAUNSCHWEIG. Kiel, Hamburg, Braunschweig – nirgendwo anders in Deutschland füllen mehr American-Football-Fans regelmäßig die Bundesliga-Stadien. Keine andere Anhängerschaft ist im derart großen Umfang bereit, Auswärtspiele ihrer Lieblinge zu besuchen.
Aber die Hamburg Blue Devils haben am Dienstag aufgegeben, ihr Team aus der German Football League, so heißt die Bundesliga, zurückgezogen (wir berichteten). Und sie reißen die Kiel Hurricanes und Braunschweig Lions auf teuflische Weise mit in die Krise. Das wirtschaftlich vermutlich wichtigste Heimspiel bricht einfach weg.
Der Schock saß zunächst tief bei den Lions-Verantwortlichen. Inzwischen hat die anfängliche Lähmung aber nachgelassen und ist der kreativen Suche nach Alternativen für das im wahrsten Sinne des Wortes verlorene Spiel gewichen. Handeln aber können die Braunschweiger noch nicht.
"Wir versprechen unseren Fans und vor allem unseren vielen treuen Dauerkarten-Käufern: Es wird sechs Heimspiele geben, und zwar attraktive. Wer sechs Spiele bezahlt hat, bekommt auch sechs", sagt Geschäftsführer Mirko Schulz kämpferisch. Gegen wen, wann und wo ist aber noch unklar.
Der Grund: Es besteht immer noch ein Fünkchen Hoffnung, dass die Bundesliga Nord wie geplant mit sechs Teams in die Saison geht und zusammen mit dem Gruppen übergreifenden Duell mit einem Südligisten sechs reguläre Heimspiele herausspringen.
Als erstes wurde Absteiger Köln gefragt, ob er drinbleiben möchte im Oberhaus. Der hat allerdings schon dankend abgelehnt. Jetzt werden von oben nach unten die Zweitligisten gefragt. Erklärungsfrist ist der 1. April. Bis dahin wird es nichts Neues geben.
