Leichter Aufgalopp auf tiefem Boden
Braunschweig Lions gewinnen im Dauerregen Testspiel beim Football-Regionalligisten Hildesheim mit 48:0
HILDESHEIM. Das Lederei zum ersten Touchdown der neuen Footballsaison trug Kelvin Love für die Lions beim 48:0 (41:0) über die Hildesheim Invaders in die Endzone. Der deutsche Meister dominierte erwartungsgemäß das Testspiel gegen den Regionalligisten.
Vor 600 Zuschauern verwandelte sich im strömenden Regen der B-Platz des VfV Hildesheim in ein knöcheltiefes Schlammbad. Die weißen Trikots der Braunschweig Lions nahmen schnell einen erdfarbenen Ton an. Für die Punkte sorgten die Runningbacks Prince Baffour (2 Touchdowns) und William Ngaoudjio aus dem zweiten Team, Wide Receiver Oliver Krahn, mit einem Fumble-Return der junge Niklas Hentschel und Andre Krüger nach der Pause im Anschluss an einen Punt-Block.
Da hatten sich Leistungsträger wie Love und DeMario Williams bereits umgezogen. Sie schonte in der Schlussphase Cheftrainer Javier Cook. Der war froh, dass sich bei der Saison-Generalprobe keiner seiner Spieler verletzt hatte. Williams bekam ebenso wenig Arbeit wie der starke Ryan Davis, weil Hildesheims Ersatz-Quarterback Mirko Politanski nur selten das Spiel in die Hälfte der Lions verlagern konnte. Als Achtungserfolg gelang dem Drittligisten ein Quarterback-Sack durch Sebastian Klinkers.
Sein Talent als Quarterback durfte der erst 19 Jahre alte Christian Bollmann andeuten, der später für Dennis Zimmermann auf Feld ging. Dass der Weg zwischen Braunschweig und Kiel keine Transfer-Einbahnstraße ist, zeigt Defenseback David DeArmas, der von der Ostsee zurück kam und ebenso keinerlei Eingewöhnungsschwierigkeiten zeigte, wie der bewegliche Ex-Hamelner Tissy Robinson und Tight End Yoan Schnee.
"Wir bemühen uns intensiv um den Kölner Jan Lanser", deutete Lions-Sportdirektor Dirk Miehe eine weitere Verstärkung für den Juni an, so dass er schon vor den Play-off-Begegnungen im September voll ins Spielsystem integriert sein dürfte.
"Praxis ist durch nichts zu ersetzen. Im Training kennt unsere Abwehr natürlich die Angriffszüge und stellt sich darauf ein. Heute haben wir viel für den Ernstfall in zwei Wochen in Stuttgart getan. Nur im Spiel können wir richtig tackeln. Der Feinschliff folgt jetzt im Training", zog Offense-Koordinator Matthias Engisch zufrieden Fazit.



