Johnson läuft den Sieg nach Hause
Lions-Runningback sichert seinem Team 98 Meter Raumgewinn – Starke Abwehr sammelt sogar Punkte
BRAUNSCHWEIG. Die Abwehr der Braunschweig Lions hält dicht. Vor allem seiner starkenen Defensive hat es der deutsche Footballmeister zu verdanken, dass er das Heimspiel gegen den Nordgruppen-Spitzenreiter aus Kiel gewonnen hat. Christian von Einen gelang nach der Balleroberung gar ein Touchdown, Sebastian Reilmann ein Safety. So steuerten die Abwehr-Asse 9 Punkte zum Sieg bei, weil Kicker Steffen Dölger die Erhöhung gelang.
Die Löwen zeigten sich gegenüber ihren beiden mäßigen Heimauftritten in dieser Spielzeit klar verbessert. Aus größter Bedrängnis rettete Kicker Dölger sein Team ausnahmsweise nicht durch einen Tritt, sondern durch einen Pass über 10 Meter auf DeMario Williams. Als die Kieler beim vierten Versuch auf einen Punt warteten, erkämpften die Lions durch diesen Trick einen neuen ersten Versuch.
Obwohl sich Spielmacher Dennis Zimmermann gegen seine früheren Teamkollegen Rainbow, Flickinger und Co. in guter Form zeigte, gelang der Offense um den starken Aushilfs-Center Dennis Herrmann lediglich ein Touchdown durch Jabari Johnson. Etliche seiner 98 Meter Raumgewinn erzielte der Runningback, als sein Teamkollege Prince Baffour ihm den Weg wie ein Schneeflug freigeräumt hatte.
Mehrfach Ringkämpfe trug Passempfänger Kelvin Love mit dem früheren Braunschweiger Leonard Greene aus und kam, weitgehend neutralisiert, nur auf 26 Meter. Dafür sprangen Christan Bollmann (52 Meter), Schnee (40) und Simon Haubold (27) in die Bresche. Dass Haubold nach einem Pass von Zimmermann sofort abkniete, um den Raumgewinn zu sichern, obwohl die Gegenspieler nicht in unmittelbarer Nähe standen, zeigt die noch fehlende Routine. Behutsam aufgebaut, wachsen hier aber Talente nach, die einmal Heckenbach und Fischer beerben können.
Eine sehr gute Leistung boten auch die Spezialteams, die Kiels Kicker Sven Linn so stark unter Druck setzten, dass er drei Fieldgoal-Versuche aus 30 Metern vergab.



