Im letzten Viertel brachen alle Dämme
Von Frank Rieseberg
BRAUNSCHWEIG. Drei Viertel lang durften die Braunschweiger Footballer in Dresden vom ersten Bundesliga-Sieg nach sieben Niederlagen hoffen. Doch im tristen Dauerregen gingen die Lions nach zum Teil katastrophalen individuellen Fehlern dann regelrecht unter. 34:20 (7:7, 6:3, 7:7, 14:3) hieß es am Ende für die Monarchs, die im Hinspiel von den Lions noch knapp besiegt worden waren.
Damit steht fest, dass der deutsche Rekordmeister die Saison auf dem vorletzten Platz der Nordgruppe beenden wird. Selbst Siege in den verbleibenden Heimspielen gegen Düsseldorf am Samstag und gegen Stuttgart eine Woche später können daran nichts mehr ändern.
"Als das vierte Viertel begann, waren wir sicher, dass wir das Spiel gewinnen würden", berichtete Cheftrainer Phil Hickey etwas ratlos über das, was sein Team beim Stand von 20:17 für Dresden im letzten Abschnitt bot. "Offenbar haben ein, zwei Fehler gereicht, um uns selbst den Wind aus den Segeln zu nehmen. Aber dafür gab es gar keinen Grund", sagte der Amerikaner, "wir hätten einfach nur so weitermachen müssen wie zuvor."
Obwohl Austin Scott, der beste Ballträger der Lions, wegen einer Oberschenkel-Zerrung pausieren musste, war das wohl nicht spielentscheidend, denn, so der Coach, "Sven Rosemann und Jabari Johnson haben auf dieser Position einen guten Job gemacht."
Unerklärliche Aussetzer in der Konzentration haben dann die Niederlage besiegelt. Hickey: "Es reicht nicht, wenn nur neun oder zehn von elf Mann ihre Sache gut machen."