Hickey ist zum Siegen verdammt
Phil Hickey soll den deutschen Football-Rekordmeister aus Braunschweig als Cheftrainer und Manager in Personalunion zurück auf die Erfolgsspur führen. Der 47 Jahre alte US-Amerikaner unterschrieb bei den Lions einen Vertrag für drei Jahre, eine weitere Zusammenarbeit ist fest vorgesehen. Hickey, der als "Feuerwehrmann" Ende der abgelaufenen Saison den geschassten Seth Womack ablöste, hat klare Vorstellungen, wie es vorangehen soll.
Schon kurz nach seiner Ankunft in Braunschweig wurde gemunkelt, dass der Lions-Hauptsponsor eingegriffen hatte und Seth Womack durch Hickey ersetzt hat. Und so verwundert es nicht, dass Hickey auf die Frage, wer nun sein Vertragpartner war, eine klare Antwort gibt: "New Yorker." Damit dürfte auch klar sein, dass die Lions zumindest in den nächsten Jahren auf ihren wichtigsten Geldgeber bauen können.
Zu seinen Aufgaben sagte Hickey: "Ich bin ganz klar geholt worden, um die Lions wieder dorthin zu führen, wo sie waren – an die Spitze. Und das möglichst schnell. Ich denke, es ist möglich, dass wir schon im nächsten Jahr wieder eine gute Rolle spielen können. Worauf es mir aber ankommt, ist nicht nur ein kurzfristiger Erfolg. Ich will eine Basis legen, um Football in Braunschweig wieder langfristig in der nationalen Spitze zu etablieren." Dabei setzt er mehr auf seine Philosophie als auf viel Geld, denn er sagt: "Mit Geld kann man sich keine Meisterschaft kaufen. Die muss man sich erarbeiten, dazu braucht man Konzepte. Ich habe klare Vorstellungen, wie das aussehen muss. Wir brauchen keine Importspieler, die nur auf dem Platz stark sind. Wir brauchen Identifikationsfiguren, die gerne mit den Fans zusammen sind und die von den Fans geliebt werden. Dazu braucht man Spieler mit einem ganz bestimmten Charakter. So wie die ehemaligen Lions-Idole Adrian Rainbow, Kelvin Love oder Matt Riazzi. Mein Traum ist es, sportlich unabhängig zu sein von Import-Spielern, aber wenn man schnell Erfolg haben will, sind sie unverzichtbar."
Vor allem auf der Spielmacher-Position sieht Hickey Handlungsbedarf: "Mike Friese hat sehr viel Talent. Und wir werden noch mehr Leistung aus ihm im Wintertraining herauskitzeln. Und dann kommt ja vielleicht auch Dennis Zimmermann zurück. Aber wenn wir uns unseren Zielen schnell nähern wollen, brauchen wir einen Import-Quarterback. Den zu finden, ist meine vorrangigste Aufgabe in den nächsten Wochen." Hickey macht den Fans auch Hoffnung, dass es ein Wiedersehen mit Austin Scott gibt, der sich schnell zum Publikumsliebling gespielt hat. Insgesamt stellt sich der neue Manager-Trainer vor, dass seine Mannschaft deutlich größer wird. "50 Spieler dürfen pro Spiel auf dem Meldebogen stehen. Ich wünsche mir, dass ich 60 Leute habe, von denen jede Woche mindestens 15 darum hart kämpfen, zu den 50 zu gehören."
