Heckenbach fällt monatelang aus
Ballfänger-Star der Lions erlitt Schulterblessur – Football-Meister plagen vor dem Spiel in Köln Verletzungssorgen
BRAUNSCHWEIG. Die Lions wollen zeigen, dass sie aus ihrer ersten Niederlage seit fast zwei Jahren die richtigen Lehren gezogen haben. Die Klettertour der Braunschweiger vom fünften Tabellenplatz nach oben soll morgen im Kölner Südstadion beginnen.
"Ich glaube, die Spieler haben ihre Lektion aus der Dresden-Partie gelernt. In dieser Liga kann man kein Team auf die leichte Schulter nehmen", sagt Javier Cook. Gegen Dresden habe sein Team weder die nötige Leistung, noch die richtige Einstellung gezeigt.
Den Trainer des deutschen Football-Meisters plagen vor dem Gastspiel bei den Cologne Falcons jedoch arge Verletzungssorgen. Defensive Back Florian Brand hat sich im Training zwei Knochen der Mittelhand gebrochen. Sehr fraglich ist zudem der Einsatz von Christoph Wolk, Sascha Möhle, Ludger Uckermann, Lucas Muganga, Sebastian Reilmann und Thorsten Ruthe, bei dem verspätet eine Gehirnerschütterung diagnostiziert worden ist.
Erschwert wird die Aufgabe für die Gäste, weil sich die Kölner kurzfristig mit dem früheren Langenfelder Quarterback Toby Henry verstärkt haben. Der neuformierte Lions-Kader muss sich durch schwierige Wochen beißen. Dies gilt auch für Passempfänger Jörg Heckenbach. Der 33-jährige Nationalspieler hatte sich im Dresden-Spiel bei einem Sturz eine Sprengung des Schultereckgelenks mit dem Durchriss aller drei Bänder zugezogen. Heckenbach: "Ich trage meinen Arm noch in der Schlinge, aber Ende des Monats kann ich wieder arbeiten."
Der Senior-Kundenberater in einem Fitness-Center muss vor seinem Comeback im Football-Stadion aber erst wieder Muskeln aufbauen. Er geht davon aus, in der Play-off-Runde wieder zum Kader zu stoßen. "Jetzt müssen die Jungen ran, in den Heimspielen helfe ich ihnen selbstverständlich mit Tipps."
Eine Sondertrainingsschicht legte Quarterback Dennis Zimmermann ein mit den Passempfängern Kelvin Love, Oliver Krahn, Christian Bollmann, Simon Haubold, Chris Schoewe und Yoan Schnee. Der Grund: die Spielzüge müssen sicherer und die Runningbacks Jabari Johnson und Prince Baffour entlastet werden.
Cologne Falcons – Braunschweig Lions, Samstag, 18 Uhr, Südstadion.

