Finnischer Starverteidiger für gebeutelte Lions
In fünf Wochen schon beginnt die Saison in der Football-Bundesliga, GFL genannt. Die Teams stecken also in der heißen Phase der Vorbereitung. Volle Konzentration auf das Wesentliche ist angesagt. Für den deutschen Rekordmeister aus Braunschweig gibt es allerdings seit Wochen permanente Ablenkung. Und immer äußerst unangenehmer Art.
Nach dem Wechsel der Vermarktungsgesellschaft zum Jahreswechsel kommen die Lions einfach nicht zur Ruhe. Die Fronten der neuen und der alten Macher hatten sich noch im alten Jahr über Monate hinweg derart verhärtet, dass die Übergabe der Geschäfte alles andere als reibungslos verlief. Und dann sprang auch noch der fest verpflichtet geglaubte neue Cheftrainer völlig überraschend ab.
Als mit Seth Womack ein junger Amerikaner in die Bresche sprang und sehr schnell mit akribischer Arbeit überzeugte, schien Ruhe bei den Lions einzuziehen. Doch nun wurde bekannt, dass Manager Andreas Bräunlich nicht mehr am Ruder ist. Die Lions – so heißt es ja immer in ähnlichen Fällen – und der Manager hätten sich friedlich und in beiderseitigem Einvernehmen getrennt.
Das Chaos komplett machten Einbrecher vergangene Woche, die in die Geschäftsräume der Lions eindrangen und die ganze technische Ausrüstung der sportlichen Führung stahlen.
Bei all diesen Negativerlebnissen haben es die Braunschweiger dennoch geschafft, die allermeisten wichtigen deutschen Spieler des Vorjahres zu halten. Und sie haben einige Kracher als Verstärkung angekündigt. Jüngster Coup ist der herausragende finnische Abwehrspieler der vergangenen Jahre. Santtu Äyräväinen heißt der Mann, der den Gegnern in der GFL das Fürchten lehren soll.
Erst heute gehen die Braunschweiger nach monatelangem Hallentraining erstmals auf den Platz üben.

