Eine Saison der kuriosen Ergebnisse
Braunschweig Lions kämpfen mit einem Gegner-Trio um Play-off-Teilnahme und gegen den Abstieg
BRAUNSCHWEIG. Völlig unübersichtlich gestaltet sich dieses Jahr die Football-Saison. Wegen unterschiedlicher Anzahl von Spielen ist die Tabelle schräg. Und fast alle Teams spielen immer wieder ganz anders, als es die vermeintlichen Kräfteverhältnisse erahnen lassen.
Nur die Teams aus Kiel und von Adler Berlin machen immer das, was man von ihnen erwarten kann: siegen. Für die Braunschweig Lions, die Dresden Monarchs, die Berlin Rebels und die Assindia Cardinals aus Essen geht es offenbar nur darum, wer sich hinter den beiden Topteams einreihen wird.
Die besten vier Mannschaften der Nordgruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft. Doch da die Play-offs mit den besten Südteams überkreuz gespielt werden – also Erster gegen Vierter, Zweiter gegen Dritter – und immer der in der regulären Saison besser Platzierte Heimrecht besitzt, können die vier Verfolger von Kiel und Adler schon davon ausgehen, dass es kein Zubrot in den Play-offs geben wird. Denn die Einnahmen werden nicht geteilt. Der Gastgeber heimst alles ein.
Für die Lions gibt es natürlich noch Hoffnung, zumindest den zweiten Rang in der Nordtabelle zu erreichen, doch dazu müssen sie Kiel hinter sich lassen. Und die Kieler haben unlängst die Adler besiegt, während die Braunschweiger zweimal gegen diese Berliner verloren haben – zuletzt endete das Duell sogar in einem Debakel mit 7:38.
Mit fast dem gleichen Ergebnis wurden im Hinspiel von den Lions die Cardinals gedemütigt – und haben seither nie wieder verloren. Und am heutigen Samstag spielen die Lions in Essen. Ausgang ungewiss. Beide Teams haben sich bisher als Wundertüten erwiesen, zwischen haushoher Niederlage und klarem Sieg ist für beide alles drin.
Für Kopfschütteln sorgten bislang auch die Dresdner. Zum Saisonauftakt nach wirklich guter Leistung in Braunschweig siegreich, kassierten die Monarchs in der Folge fast nur noch Niederlagen. Und die Rebels mischen genauso mit, mal hop, mal top. Übrigens: Es geht nicht nur um die Play-offs. Einer muss als Tabellenletzter schließlich noch in den Relegationsspielen um den Klassenerhalt bangen. Soviel steht fest: Kiel und die Adler sind aus diesem Rennen raus. Und den Lions helfen auch nur noch Siege. Am Besten sie fangen heute gleich damit an.
Assindia Cardinals Essen – Braunschweig Lions, Samstag, 15 Uhr
