Duell der deutschen Spielmacher
Zimmermann trifft auf Ullrich – Lions-Angreifer reisen schon heute nach Marburg
BRAUNSCHWEIG. Für das Unternehmen Titelverteidigung öffnen die Braunschweig Lions ihre Geldschatulle. Die komplette Football-Offenseline reist mit Trainer Matthias Engisch schon heute in den Halbfinalort Marburg, um sich mit Extra-Einheiten optimal vorzubereiten.
"Dann sind unsere schweren Jungs am Sonntag ausgeruht und müssen nach der Busfahrt nicht erst wieder ihre langen Beine dehnen", sagte Cheftrainer Javier Cook. Die Voraus-Kohorte der Lions mit Rene und Lars Dittmann, Ludger Uckermann, Christoph Wolk, Steve Tang, Lars Lupprian und Jan Lanser muss wie ein präzises Uhrwerk funktionieren. Ein, zwei falsche Schritte und schon steht ein gegnerischer Abwehrspieler zu früh vor Lions-Quarterback Dennis Zimmermann.
Der liefert sich mit seinem Marburger Nationalmannschaftskollegen Joachim Ullrich das Duell um die Vorherschaft unter den deutschen Spielmachern – eines der entscheidenden Duelle für den Einzug ins am 27. September in Frankfurt stattfindene Endspiel.
Die Spiele seiner Mannen beobachtet Cook gern wie von einem Feldherrenhügel aus oberen Stadionrängen, um seinen Assistenten per Sprechfunk taktische Anweisungen zu übermitteln. Er muss am Sonntag, Kick-off 15 Uhr, wohl ein Provisorium errichten. Denn der Ausweichplatz "Am Köppel" im Marburg-Cappel besitzt als Tribüne lediglich ein paar gemauerte Stufen.
Der Lions-Trainer lobt seine jungen Talente wie Christian Bollmann, Benjamin Krahl und den verletzt fehlenden Simon Haubold. Sie erkämpften sich Stammplätze und sind Beispiele für den begonnenen Generationswechsel. Cook warnt aber auch und sagt: "Wir müssen erst die hohe Marburg-Hürde nehmen, wir sind zwar schon in Hessen, aber noch nicht in Frankfurt."