Die Lions verstärken sich von vorn bis hinten
Braunschweig .Die Footballer rüsten mächtig auf. Sechs neue Spieler, überwiegend mit starken Referenzen aus US-Colleges, kamen in den vergangenen drei Wochen an.
Allein diese Woche kamen vier Neue in Braunschweig an. Und alle bis auf Nick Jones, der sich gegen Hamburg verletzt hat und sechs Wochen ausfällt, werden am Samstag gegen die Dresden Monarchs für die Lions spielen.
Am Dienstag kamen die beiden Ballfänger Alexander Tounkara-Kone und Willie Milhouse in Braunschweig an. Der Kanadier Pete Adams, der ebenfalls als Ballfänger spielen kann, feierte ein ordentliches Debüt bereits gegen Hamburg in der Passverteidigung. Tounkara-Kone macht besonders wertvoll, dass er einen belgischen Pass besitzt und deshalb nicht unter die Ausländer-Begrenzung fällt. In der Football-Bundesliga dürfen zeitgleich nur zwei Spieler aus den USA, Kanada oder Japan spielen.
Bis Samstag erwartet Lions-Cheftrainer Phil Hickey noch die Ankunft von zwei weiteren Akteuren. Arturs Pusmucans kommt aus Lettland. Der 24-Jährige kann sowohl in der Offenseline, als auch in der Defenseline spielen, also dort, wo die ganz wuchtigen und starken Männer aufeinanderprallen. Da Sören Wendland, der US-erfahrene Top-Offenseliner der Lions, wegen einer Meniskusverletzung wohl sechs Wochen ausfällt, soll Pusmucans zunächst in der Schutztruppe des Spielmachers agieren. Schließlich soll auch noch pünktlich zum Spiel gegen Dresden David Coleman zu den Lions stoßen. Der 23 Jahre alte Amerikaner kann in der ersten und der zweiten Verteidigungsreihe eingesetzt werden. „Natürlich kennt er unser System am wenigsten. Da stelle ich ihn als Defense-End auf. Dann kann er erstmal schön den Dresdner Quarterback jagen“, sagte Hickey gestern bestens gelaunt.
Gute Stimmung herrschte auch bei den Neuankömmlingen. Sie scherzten, alberten herum und freuten sich richtig auf das abendliche Training mit ihren neuen Teamkollegen. „Am Dienstag war das Training grausam. Da sind wir nach dem langen Flug gleich zum Übungsplatz gefahren worden. Aber heute bin ich ausgeschlafen. Da will ich zeigen, was ich kann“, meinte Tounkara-Kone mit einem breiten Grinsen.
„Die Neuen machen uns unheimlich viel stärker. Sie nehmen den Druck von den ganz jungen Spielern“, sagte Hickey. Und: „Die neuen Ballfänger helfen enorm Christian Bollmann, der nun nicht mehr ständig mit einer Doppeldeckung spielen muss. Und wenn doch, dann werden die Gegner merken, warum das nicht gut war.“
•Braunschweig – Dresden
Samstag, 18 Uhr, Eintracht-Stadion

