Die Lions erringen den erhofften Pflichtsieg
Beim 26:0 in Essen sorgte Heidary mit 97-Meter-Touchdown-Lauf für Vereinsrekord und Höhepunkt des Spiels
BRAUNSCHWEIG. Die Braunschweiger Bundesliga-Footballer haben die undankbare Aufgabe beim abgeschlagenen Tabellenletzten Assindia Cardinals gelöst. Die Lions taten beim 26:0-Erfolg gegen die Essener über weite Strecken allerdings nicht mehr, als sie mussten. Das war aber auch nicht gefragt.
Der nächste Gegner am Samstag um 19 Uhr im Eintracht-Stadion heißt Mönchengladbach Mavericks. Und da werden die Braunschweiger eine gehörige Schippe drauflegen müssen, um sich für die Hinspiel-Niederlage revanchieren zu können.
In dem durch viele Regelverstöße vor allem der Gastgeber zerfahrenen Spiel in Essen versäumten es die Lions, noch klarer zu gewinnen. Und nur ihrer erneut sehr starken Abwehr war es zu verdanken, dass keine Gegenpunkte kassiert wurden.
So war es auch die Lions-Defense, die beim Stand von 0:13 jene zwei Minuten einläutete, von denen die rund 100 mitgereisten Fans unter den geschätzt 650 Besuchern noch lange erzählen werden. Die Essener kamen zunächst der Braunschweiger Endzone immer näher, standen nur wenige Meter vor einem Touchdown, wurden aber von der Braunschweiger Abwehr drei Meter vor dem Ziel gestoppt.
Und von dort aus startete die nächste Angriffswelle der Lions, eigentlich eine kritische Situation. Doch Spielmacher Dennis Zimmermann und Ballfänger Hemaseh Heidary lösten das Problem perfekt. Einen für Essen unerwarteten Querpass fing Heidary und lief über das ganze Feld zum Touchdown für seine Farben, 97 Meter weit, Vereinsrekord.
Die Gastgeber waren geschockt, ihr Widerstand schien gebrochen. Doch der Angriff der Lions wusste daraus kein Kapital zu schlagen. Einmal brachte die Braunschweiger Defense ihren Angriff weniger als zehn Meter vor der Essener Endzone in Ballbesitz, doch Zimmermann warf den Ball in des Gegners Arme. Ein anderes Mal scheiterten die Lions in ähnlicher Position dreimal, versuchten es per Fieldgoal aus 44 Metern und versiebten die Chance.
So war es die eigene Abwehr, die beim Punkten aushelfen musste. Kerim Homri fing einen Ball der Essener ab und sorgte für den letzten Touchdown des Spiels.

