Der Schlüssel zum Erfolg hakt – Spielmacher braucht mehr Schutz
Offenseline der Lions-Footballer leidet unter ständigen Personalveränderungen
Alle geben ihr Bestes. Sogar ehemalige Champions stehen bei den Braunschweiger Footballern in der Offenseline, der Schutztruppe des Spielmachers. Dieser Mannschaftsteil ist der Schlüssel für erfolgreiche Angriffe. Doch viel zu oft in dieser Bundesliga-Saison, die GFL heißt, bleibt das Schloss verschlossen und die Tür für größere Raumgewinne zu.
Wenn die Offenseline nicht richtig funktioniert, kann man nicht einmal erfahren, ob der Quarterback, der Spielmacher, falsche Entscheidungen trifft oder schlicht schlecht wirft. Denn er liegt bedrängt von der durchgebrochenen gegnerischen Abwehr oft bereits am Boden, bevor er ausholen kann. Und am Samstag geht es nach Berlin, zu den Adlern, zum Finalisten des Eurobowls, der Football-Champions-League.
"Berlin gehört zu den besten Teams in Deutschland. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir jeden Gegner in der GFL schlagen können. Wir dürfen nur halt nicht immer so viele Fehler anbieten", erklärt Lars Lupprian, der erfahrenste Offenseliner der Lions.
"Eigentlich", sagt Lupprian, bin ich dieses Jahr nur dabei, um den jungen Leuten, den Talenten zu helfen. Aber durch personelle Engpässe bin ich nun doch wieder in der Startaufstellung. Das war nicht geplant." Und das mit 39 Jahren. Seit 2001 spielt der ehemalige Bremer, der in Hildesheim wohnt, für die Braunschweiger. Immer in der Offenseline. Maßgeblich beteiligt an einem Eurobowl-Gewinn und vier deutschen Titeln.
Ohnehin mit dünner Personaldecke in die Saison gestartet, verloren die Lions wegen Verletzungen immer mal wieder für ein, zwei Spiele ein, zwei Offenseliner. Und zwei Akteure offenbar ganz, denn die Brüder Rene und Lars Dittmann wollen nach Vereinsangaben nicht mehr mitmachen. Zudem wartet Braunschweig-Rückkehrer Matthias Niemsch immer noch auf seine Spielberechtigung des deutschen Verbandes.
Die personellen Lücken sollen und müssen nun sogar drei Akteure aus der zweiten Mannschaft füllen: Simon de Rose, Florian Werner und Sören Stephan. "Wir fiebern der sechswöchigen Spielpause nach der Partie in Berlin entgegen. Dann werden wir die Zeit haben, die wir brauchen, um an der Abstimmung zu feilen und wieder eine schlagfertige Truppe zu werden", sagt Lupprian. Ein Schlüsselerlebnis wäre da zusätzlich hilfreich, etwa ein Sieg in Berlin.
Football-Bundesliga,
Berlin – Braunschweig,
Samstag, 18 Uhr,
Friedrich-Jahn-Stadion



