Das erste Lions-Spiel ist der Superbowl
Braunschweiger Footballer präsentieren ihr neues Team in der Volkswagenhalle bei einer Großveranstaltung zum US-Football-Finale.
In drei Monaten wird es ernst für die Footballer der Lions. Dann müssen große Taten beweisen, dass die großen Worte zuvor keine Luftblasen waren, dann steht das erste Pflichtspiel für die Braunschweiger an. Die in den vergangenen Jahren erfolglosen Lions streben als kurzfristiges, mindestens aber als mittelfristiges Ziel riesige Erfolge an. Sie wollen nicht nur das beste Team in Deutschland werden, sondern auch Primus in Europa.
"So langsam müssen wir richtig ins Rollen kommen. Das Wintertraining im November und Dezember war okay. Aber von nun an erwarte ich noch einen ganz anderen Einsatz", sagt Lions-Cheftrainer Phil Hickey, der am Montag von seinem Heimaturlaub aus Kalifornien zurückgekehrt ist.
Sinnbildlich mitgebracht hat er auch Führungspersonal für seine Mannschaft. "Aber bisher sind wir uns erst mündlich einig. Zu meiner Philosophie gehört es, erst über Namen zu sprechen, wenn alles in trockenen Tüchern ist." Also fehlen noch die Unterschriften von zwei US-Verstärkungen. Dabei soll es sich um echte Knaller handeln, einer davon ist der neue Spielmacher, ein Wunschkandidat von Hickey.
Neben den Personalentscheidungen arbeitet der Coach und Manager intensiv an Großveranstaltungen, die der deutsche Rekordmeister vorhat. Dazu zählen für Hickey übrigens auch alle Heimspiele der neuen Saison. "Wir wollen unseren Fans mehr bieten als nur ein Footballspiel", lautet das Credo von Hickey.
An pfiffigen Einfällen mangelt es dem 47-Jährigen nicht. Davon können sich die Fans bereits am 5. Februar ein Bild machen. Dann findet in den USA das größte Einzelsport-Ereignis der Welt statt, der Superbowl, das Endspiel der US-Football-Meisterschaft. Und Hickey will diesen Höhepunkt zu einem großen Lions-Event nutzen.
Die Volkswagenhalle ist gemietet, um den Superbowl als Gemeinschaftserlebnis per Übertragung in Braunschweig genießen zu können. Mehr noch: Hickey verspricht in den Stunden vor dem Anpfiff ein pralles Programm. Unter anderen will er dann sein neues Team präsentieren. Importspieler, die nicht zugegen sein können, sollen per Video-Botschaft in die Halle geholt werden. "Wenn wir etwas organisieren, dann machen wir das groß", lautet ein Leitsatz von Hickey. "Ich rechne mit 500 bis 800 Menschen, die zu unserer Superbowl-Party kommen." Ein stolzes Ziel für eine Veranstaltung, die in der Nacht zu einem Montag über die Bühne geht.
Für die Spiele in der GFL, wie die Bundesliga heißt, stehen die genauen Termine noch nicht fest, nur, an welchen Wochenenden wer gegen wen spielt. Hickey plant für die Heimspiele grundsätzlich den Samstag ein. Und wahrscheinlich werden die Partien eine Stunde früher als gewohnt beginnen, also um 18 Uhr. Doch bis dahin müssen sich die Football-Freunde noch mehr als vier Monate gedulden.

