Lions-Footballer krempeln ihr Angriffsspiel um

Braunschweig  Vor dem unmittelbaren Rückspiel gegen Dresden am Samstag haben die Braunschweiger Überraschendes einstudiert.

Spielmacher Michael Herrick (links) blüht auf ob der neuen Alternativen im Ballfänger-Korps der Lions-Footballer.

Foto: Frank Rieseberg

Spielmacher Michael Herrick (links) blüht auf ob der neuen Alternativen im Ballfänger-Korps der Lions-Footballer. Foto: Frank Rieseberg

Der Spielplan der Football-Bundesliga sieht dieses Jahr so viele zusammenhängende Hin- und Rückspiele vor wie noch nie. Die Braunschweiger sind nur einmal betroffen: Am Samstag spielen sie in Dresden, gleich nach dem ersten Duell mit den Monarchs vor einer Woche, das die Lions mit 28:35 verloren haben.

„Im Football ist so etwas eher ungewöhnlich. Und deshalb mögen das viele Coaches auch nicht. Mir ist das relativ egal. Zumindest die Vorbereitung wird etwas leichter, weil man ja ganz frisches Video-Material vom Gegner hat. Da gewinnt man Zeit“, sagt Phil Hickey, der Cheftrainer der Lions.

Bei zwei aufeinanderfolgenden Duellen gehen normalerweise auch Überraschungsmomente etwas verloren. Dafür sorgen, dass der Gegner trotzdem nicht alles weiß, müssen die Coaches. Da kommt Hickey zugute, dass die vier Neuzugänge von vergangener Woche eingespielter sein werden als beim ersten Aufeinandertreffen mit Dresden. „Ich konnte nicht alle dorthin stellen, wo ich sie gern gehabt hätte, weil den Neuen natürlich unser System noch nicht so gut vertraut war“, erklärt der Braunschweiger Coach.

Weil er nun mehr Amerikaner im Team hat, als die Lions zeitgleich einsetzen dürfen (maximal zwei), wird alles etwas komplizierter. Aber auch undurchschaubarer für den Gegner. So blühte Stamm-Spielmacher Michael Herrick regelrecht auf ob der Fülle neuer Anspielstationen beim Werfen. Eine ganz neue Variante könnte es trotzdem sein, Ersatzmann Mike Friese als Quarterback spielen zu lassen und zwei Amerikaner als Anspielstationen zu nutzen. „Wir haben verschiedene Pläne“, meint Hickey mit einem Schmunzeln, ohne seine Tricks auf den Tisch zu legen.

Immens wichtig wäre für die Lions ein Sieg in Dresden mit mindestens acht Punkten Differenz, um den direkten Vergleich zu gewinnen, der bei Punktgleichheit am Ende die bessere Platzierung bringt und vielleicht auf diese Weise ganz knapp die Play-off-Qualifikation. Doch die Braunschweiger müssen sowieso gewinnen, um überhaupt in die Nähe der Punktzahl zu kommen, die Dresden schon erreicht hat.

Gold wert sein kann da, dass sich Lions-Ass Christian Bollmann entgegen ersten Befürchtungen wohl nur eine leichtere Verletzung an der Wade zugezogen hat und wahrscheinlich mitmachen kann. Zumal mit Jakob Schridde und Niklas Steinhagen zwei Ballfänger ausfallen. Doch wie sagt Hickey so schön: „Dresden gehört zu den Teams, die wir schlagen sollten.“ Nur tun sollten es die Lions auch.

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