Siegen, um nicht zu fliegen

Lions-Footballern droht Relegation um den Klassenerhalt – Hickey: Physisch können wir mit jedem mithalten

Austin Scott setzt sich durch. Der Rückkehrer sorgte nach seinem Comeback für dringend nötige Belebung des Angriffsspiels der Lions.

Foto: Reißner 

Austin Scott setzt sich durch. Der Rückkehrer sorgte nach seinem Comeback für dringend nötige Belebung des Angriffsspiels der Lions. Foto: Reißner 

Flucht nach vorn – so lautet das Motto beim deutschen Football-Rekordmeister aus Braunschweig vor den letzten vier Spielen der Punktrunde. Die Play-offs, die Meisterschaftsspiele werden zwar als Ziel vollmundig angegeben. Nach den bisherigen Saison-Ergebnissen aber können selbst eingefleischte Lions-Fans nicht verhehlen, dass es um das nackte Überleben in der Eliteliga geht.

Vermeintlich leichte Gegner gibt es für die Lions nicht mehr, denn selbst das Hinspiel in Stuttgart, gegen das Braunschweig zuvor noch nie verloren hatte, wurde von den Lions versiebt. Außerdem geht es gegen Berlin Adler am Sonntag sowie gegen die in der Tabelle ebenfalls vor Braunschweig stehenden Dresden, Düsseldorf und nochmals Stuttgart. In der Siebener-Liga steigt der Letzte ab, das wird das punktlose Essen sein. Der Vorletzte, zurzeit die Lions, muss gegen den Zweitligazweiten in die Relegation.

Und weil es wegen Totalausfall Essen sowieso nicht tiefer geht, muss der neue Braunschweiger Trainer Phil Hickey nur in eine Richtung schauen, nämlich nach oben.

Seine Rechnung sieht so aus: Vier Siege, und die Lions stehen auf Rang vier, auf dem letzten Play-off-Platz. Wer da steht, kann zumindest nicht mehr absteigen.

Hickey und seine Männer arbeiten hart daran, den Umschwung einzuleiten. Sechs Niederlagen in Folge haben die Lions kassiert. Wenigstens mal wieder ein Sieg könnte Enormes für das Selbstvertrauen leisten. "Im Training sind wir auf gutem Wege. Die Spieler lernen das neue Spielsystem schnell", lobt Hickey. Über sein Spielsystem, das er gerade einführt, sagt der Cheftrainer: "Es ist recht einfach." Das hatte auch sein geschasster Vorgänger Seth Womack von seinem behauptet. Doch hatte das selbst nach Monaten kaum ein Spieler verstanden.

Eines hat Hickey offenbar schon erreicht. Die Lions brechen nach gutem Beginn in den Spielen nicht mehr bodenlos ein, können sich sogar steigern. Gerade diese Tugend könnte gegen Berlin entscheidend sein. Denn im Hinspiel führten die Braunschweiger zur Pause völlig verdient 10:0, unterlagen dann aber noch ebenso zurecht mit 10:20.

"Wir sind nicht sehr weit von den anderen Teams entfernt. Physisch können wir gegen alle mithalten. Das größte Manko der Lions war, dass sie zusammen trainiert, aber nicht zusammen gespielt haben", erklärt Hickey. "Genau das wollen wir nun besser machen." Noch ist es dafür nicht zu spät.

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