Warum es sich lohnt, die Lions zu besuchen

Ein Ober-Fan, der Trainer und der Sport-Direktor machen Lust auf das Football-Spiel gegen Köln am Samstag

Wie durch Butter schnitt Michael Andrew seine Laufwege durch die Abwehr der Dresden Monarchs. Gegen Köln feiert der neue Runningback Heimpremiere für die Lions.   

Foto: Karsten Reißner

Wie durch Butter schnitt Michael Andrew seine Laufwege durch die Abwehr der Dresden Monarchs. Gegen Köln feiert der neue Runningback Heimpremiere für die Lions.    Foto: Karsten Reißner

BRAUNSCHWEIG. Das zweite Drittel der Punktspielsaison in der Football-Bundesliga geht am Wochenende vorbei. Der deutsche Rekordmeister Braunschweig Lions spielt am Samstag um 19 Uhr im Stadion an der Hamburger Straße gegen die Cologne Falcons – der Erste gegen den Letzten.

Muss man das sehen?

"Ja, unbedingt", meinen drei, die es wissen müssen: Jens Bock, Vorsitzender vom größten Lions-Fanclub "Lionhearts", Lions-Trainer Javier Cook und Sport-Direktor Dirk Miehe. Und sie sagen auch warum.

Weil der Neue spielt

Bock: "Der neue Runningback Michael Andrew ist ein echter Hingucker. Der macht gegen Köln sein erstes Heimspiel und sollte allein schon das Eintrittsgeld wert sein. Der Typ ist einfach gigantisch, wenn er den Ball unter den Arm nimmt und losläuft.

Und ich weiß, wovon ich spreche. Ich habe seit 1993 jedes Spiel der Lions gesehen, zu Hause und auswärts, also auch die Premiere von Andrew in Dresden."

Miehe: "Ich gehe davon aus, dass es den zweiten Teil der Andrew-Show geben wird."

Cook: "Ich war ehrlich überrascht. Dieser Andrew hat mehr Qualitäten als ich gedacht hatte."

Wegen Heckenbach

Miehe: "Das grenzt an einer Wunder-Heilung. Viel schneller als wir alle dachten ist Jörg Heckenbach nach seiner schweren Schulterverletzung wieder fit. Und ich weiß, er will gleich wieder richtig mitmischen."

Bock: Heckenbach ist einer der besten deutschen Ballfänger, die es je gegeben hat. Ich freue mich riesig auf seine Rückkehr ins Team."

Wegen der jungen Wilden

Cook: "Wir hatten 60 Prozent Abgänge vor der Saison und haben eine ganze Handvoll junger, Braunschweiger Spieler in die Mannschaft genommen, Eigengewächse. Und ich bin sehr positiv überrascht, wie die sich bis jetzt geschlagen haben. Die meisten kommen regelmäßig zum Einsatz, ein paar haben sich sogar einen Platz in der Start-Mannschaft erkämpft. Wirklich klasse."

Bock: "Es ist toll zu erleben, dass bei der Vorstellung der Mannschaft viele Zuschauer die Namen einiger junger Lions-Spieler gar nicht kennen, ihnen aber im Verlauf des Spiels nach spektakulären Aktionen einfach zujubeln müssen.

Und dann merken sich die Leute auch diese Namen. Die Nachwuchsjungs sind dabei, sich in die Herzen der Fans zu spielen."

Weil die Spannung steigt

Cook: "Wir hatten einen holprigen Start. Jetzt sind wir in der Tabelle ganz oben. Da wollten wir hin. Und die letzten drei Punktspiele gegen Berlin, Hamburg und Kiel werden nur dann zu Spitzenspielen, wenn wir uns gegen Köln behaupten. Wir müssen siegen. Gerade weil der Letzte kommt.

Das kann nicht langweilig werden – für uns nicht und für die Zuschauer auch nicht."

Und warum noch sollen die Zuschauer am Samstag ins Stadion strömen?

Miehe: "Es gibt noch viele Gründe, aber Sie haben ja gar keinen Platz mehr."

Stimmt.

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