Rainbow erhält von den Lions höchste Ehre

Ex-Spielmacher der Braunschweiger Footballer bekommt Platz in der Ruhmeshalle und besucht Spiel gegen Kiel

So kennen und lieben ihn die Lions-Fans: Adrian Rainbow sucht bestens von den Mitspielern geschützt eine Anspielstation.   

Foto: Archivfoto: David Taylor

So kennen und lieben ihn die Lions-Fans: Adrian Rainbow sucht bestens von den Mitspielern geschützt eine Anspielstation.    Foto: Archivfoto: David Taylor

BRAUNSCHWEIG. Die europäische Football-Karriere des Kanadiers Adrian Rainbow – zu Deutsch Regenbogen – begann höchst unwirklich, sie begann in Braunschweig und ein bisschen wie in einem Märchen. Und die Geschichte endete auch wie ein Märchen: Es gab Gute und Böse, aber Rainbow zählte immer zu den Guten – menschlich und natürlich auch als Spieler.

Am Samstag kehrt der ehemalige Spielmacher der Braunschweig Lions, der im deutschen Football Geschichte geschrieben hat als die German Football League noch Bundesliga hieß, zurück in die Löwenstadt. Er wird für seine Verdienste um die Braunschweig Lions geehrt mit der höchsten Auszeichnung, die der Klub zu vergeben hat.

Rainbow bekommt seinen Platz in der "Hall of Fame", der Ruhmeshalle der Lions, in die vor ihm erst sechs Menschen eingezogen sind, die sich um diesen Sport bei den Lions in 23 Jahren Klubgeschichte besonders verdient gemacht haben.

Und er wird Zeuge sein, wenn die neuen Jungs seines alten Teams im letzten Heimspiel der Saison ausgerechnet gegen das derzeitige Überfliegerteam aus Kiel verbissen um die noch nicht sichere Play-off-Teilnahme kämpfen. Für Rainbow hätte es keinen besseren Termin geben können. Denn auch in Kiel spielte der Quarterback einige Zeit sehr erfolgreich.

"Das ist eine sehr große Ehre für mich, in die Hall of Fame aufgenommen zu werden. Ich habe mit Spielern wie Jörg Ottkowitz, Joachim Diederichs und Rico Trute jahrelang zusammengespielt. Ich weiß, was sie für die Lions geleistet haben. Und es macht mich sehr stolz, nun in diesen Kreis aufgenommen zu werden", sagt der 40-Jährige.

Beruflich hat er inzwischen in Zürich ein Zuhause gefunden. Er arbeitet als Dozent für englische Geschichte an der dortigen Universität. "Aber wenn ich nach Braunschweig komme, dann ist das, als ob ich nach Hause komme. Ich habe in dieser Stadt so viele Freunde. Mehr noch, das ist meine Familie", schwärmt Rainbow von den Lions, den Spielern und den Fans.

So kommt zum glorreichen Ende, was einst unwirklich begonnen hatte. Als Adrian Rainbow am 10. Mai 1997 das erste Mal mit den Lions ins Eintracht-Stadion einlief, firmierte tatsächlich ein riesiger Regenbogen über der Gegentribüne. Und wie hieß der Gegner? Kiel Baltic Hurricanes. So wie morgen. Übrigens: Damals führte Rainbow die Lions zu einem 32:28-Sieg. Ein gutes Omen.

Braunschweig Lions – Kiel Baltic Hurricanes, Samstag, Spielbeginn 19 Uhr, Eintracht-Stadion

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