Ab durch die Mitte? – Nicht mit Jens Heinecke

Erste Abwehrreihe der Lions-Footballer trifft bei den Rebels auf flexiblen Angriff

Jens Heinecke (Nummer 97) freut sich darauf, wenn der gegnerische Ballträger durch die Mitte kommt.   

Foto: Frank Rieseberg

Jens Heinecke (Nummer 97) freut sich darauf, wenn der gegnerische Ballträger durch die Mitte kommt.    Foto: Frank Rieseberg

BRAUNSCHWEIG. Klar verloren, knapp gewonnen, und nun soll es für die Braunschweig Lions auch mal zu einem Sieg ohne Herzschlagfinale reichen – am Besten schon am Samstag bei den Berlin Rebels. Ein wichtiger Schlüssel dafür wird die Abwehrleistung sein.

"Wir sind und fühlen uns sehr gut vorbereitet. Wir haben an Himmelfahrt viel trainiert, ein bisschen gegrillt und sehr wenig Alkohol getrunken", berichtete gestern Abend Abwehr-Routinier Jens Heinecke. "Keiner schießt quer, alle ziehen im Training ordentlich mit", hat der Defensiv-Spezialist, der zu den kräftigsten zählt, festgestellt.

Seit 2006 spielt der Ex-Wolfsburger in Braunschweig. Auf dem Feld steht der 35-Jährige genau dort, wo es am häufigsten brennt, wenn der Gegner auf das Laufspiel setzt – in der Mitte. "Ich habe gern zwei Gegenspieler und wühle mich da dann durch", sagt er glaubhaft.

Die Umstellung der Lions-Abwehr zu Saisonbeginn mit nur noch drei statt vier Spielern in der Defenseline, um die Abwehr-Attacken schneller und unberechenbarer werden zu lassen, hat gerade für einen 190 Zentimeter großen und 135 Kilogramm schweren Akteur Konsequenzen. "Ich komme damit gut zurecht. Man muss viel mehr bedenken, mental enorm flexibel sein, aber da helfen mir natürlich meine 16 Jahre Football-Erfahrung."

Er freut sich auf die Partie mit den Rebels, nicht zuletzt, weil die Berliner mit Darius Outlaw einen Spielmacher in ihren Reihen haben, der gern auch mal selbst mit dem Ball läuft. Und er wird mit offenen Armen empfangen werden – von Heinecke und seinen Nebenleuten.

Gerade im Spiel gegen einen sehr flexiblen Quarterback ist die neue Abwehr-Ausrichtung der Lions wirkungsvoll. Das einzige, was die Defense braucht, ist hin und wieder ein bisschen Ruhe. "Im ersten Spiel gegen Dresden hatten wir 70 Einsätze, weil unser Angriff den Ball nicht lange genug halten konnte. In Plattling waren es 50. Das ist normal. Da ist man viel frischer. Und dieses Spiel haben wir ja auch gewonnen", betont Heinecke.

Zu den Teamkapitänen gehört er nicht. Trotzdem gehört er zu jenen Lions, die etwas zu sagen haben, zu jenen, auf die das Team hört. Zum Wiedersehen mit Vorjahres-Cheftrainer Javier Cook, der in Berlin als Co-Trainer angeheuert hat, sagt Heinecke nur: "Wir werden ihm keine Geschenke machen."

Berlin Rebels – Braunschweig Lions, Samstag, 18 Uhr, Mommsenstadion.

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