Jagd aufs Football-Ei beginnt Ostersonntag

Es geht wieder los! Die Lions laufen ins Stadion ein. Das erste Mal dieses Jahr am Ostersonntag.

Foto: Susanne Hübner

Es geht wieder los! Die Lions laufen ins Stadion ein. Das erste Mal dieses Jahr am Ostersonntag. Foto: Susanne Hübner

Fast nichts läuft wie geplant bei den Lions. Zahlreiche unerwartete Hürden galt es zu nehmen für die neuen Football-Macher. Mut und Motivation schöpften sie stets aus dem immer näherrückenden ersten Spiel, daraus, dass es endlich losgeht. Und es geht los – später als gedacht.

Ausgerechnet am Ostersonntag beginnt für die Braunschweiger nun die Saison in der German Football League, wie die Bundesliga seit einigen Jahren heißt.

Die eigentliche Auftaktpartie gegen Stuttgart am 16./17. April musste verschoben werden, weil das Eintracht-Stadion nicht zur Verfügung steht.

So treffen die Lions nun am 24. April in Braunschweig auf die Dresden Monarchs, um 15 Uhr. Die Stuttgart-Partie wurde auf den einzigen offiziellen Ausweichtermin vor den Play-offs gelegt und findet am 10./11. September statt. Sollte ein Spiel aus Wettergründen ausfallen, wird es eng für die Lions.

Einen kompletten Spielplan werden die Football-Fans allerdings auch bis zum Saisonstart nicht erhalten können.

Weil Eintrachts Fußballer aller Wahrscheinlichkeit nach in die 2. Bundesliga aufsteigen, aber der Spielplan für die 2. Liga noch nicht vorliegt.

Weil Eintrachts zweite Fußball-Mannschaft laut Statuten des Deutschen Fußball-Bundes ebenfalls wieder im Stadion spielen muss, sollte sie den Klassenerhalt in der Regionalliga schaffen. Die Entscheidung darüber aber ist noch lange nicht gefallen.

Weil die Gegner der Lions ihre Termine überwiegend nach dem engen Terminplan der Braunschweiger richten müssen, was dauert.

Hinzu kommt erschwerend, dass Anfang Juni bis Ende Juli das Stadion gesperrt ist. Ein neuer Rasen wird verlegt und muss anwachsen.

"Wenn Eintracht aufsteigt, ist das gut für Braunschweig. Deshalb sehen wir unsere Terminprobleme auch nicht als Unglück an. Aber es stimmt schon, dass der Ostersonntag für das Auftaktspiel nicht optimal ist", sagte Claus Holtz, der Vorsitzende des 1. FFC Braunschweig, Stammverein der Lions.

Holtz hofft, bis zum Auftakt wenigstens eine wichtige Personalie geklärt zu haben, nämlich die Position des Managers neu besetzt zu haben. Der bisherige und der Verein hatten sich vor wenigen Wochen überraschend getrennt.

Spielen werden die Footballer vom 1.FFC künftig als New-Yorker-Lions. Das Modeunternehmen zahlt mehr Geld als das Fitnessstudio Hygia. Wieder ein Stückchen Sportgeschichte, das der deutsche Rekordmeister geschrieben hat. Denn unter dem Titel Hygia-Lions bestritten die Braunschweiger nicht ein Spiel. Sowas gibt es nicht oft.

Die Namensänderung war grundsätzlich nötig geworden, weil der Markenname Braunschweig Lions, unter dem über 20 Jahre lang eine einzigartige Erfolgsgeschichte geschrieben wurde, geschützt ist, der 1. FFC dafür aber kein Geld an die alte Vermarktungsfirma zahlen wollte. Es läuft eben vieles nicht wie geplant in diesem Jahr.

Wenigstens sind die Wunschverpflichtungen getätigt worden. Heute wird der dritte US-Amerikaner aus Kalifornien kommend in Braunschweig erwartet. Er heißt Douglas Sryer, ist 25 Jahre alt und besetzt die Position eines Ballfängers. Er kann aber auch als Spielmacher eingesetzt werden. Seine letzten Stationen: Moskau, Oslo, Wernigerode.

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